Feuerwehr-Chef Jochen Stein sorgt für Wirbel. Kurz vor seinem Urlaubsantritt haute er Sicherheitsvorschläge für Pützchens Markt (Start: 9.September) heraus – und die haben es in sich!
Fast die Hälfte der Buden weniger, mehr Fluchtwege, Brandwachen und Evakuierungshelfer. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger: „Damit hat Stein dem Oberbürgermeister den schwarzen Peter zugeschoben.“
Die Diskussion kochte während des Urlaubs von Jürgen Nimptsch hoch. Der sitzt ab Montag wieder am Schreibtisch und wird es schwer haben, die Forderungen seines Feuerwehr-Chefs zu kontern.
Denn nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg herrscht überall eine neue Sensibilität. Aber sind Steins Vorschläge nicht zu krass? Steht Bonns Riesen-Kirmes womöglich vor dem Aus? „Natürlich findet Pützchens Markt statt“, so Stadtsprecher Friedel Frechen. „Die Probleme werden gelöst.“ Mitte nächster Woche soll das Konzept stehen.
Denn: Feuerwehr-Chef Stein entscheidet nicht über das Konzept. Er leistete nur einen Fachbeitrag, der jetzt von Dienststellen und Polizei diskutiert wird. Die Entscheidung fällen dann OB Nimptsch und die zuständigen Dezernenten.
Frechen: „Wieviele Buden wegfallen, ist reine Spekulation.“ Stein will angeblich von 550 Buden rund 200 streichen. „Auf keinen Fall werden es so viele werden“, sagt ein Insider. „Zumal die Verträge mit den Schaustellern ja schon unterschrieben sind.“
SPD-Fraktionschef Wilfried Klein: „Wir wollen alle, dass Pützchens Markt stattfindet, doch die Sicherheit darf dabei nicht zu kurz kommen.“
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