Bonn - Im Kampf gegen die Schweinegrippe hat die Stadt Bonn ihre Schulen „aufgerüs tet“ - mit Seifenspendern und Einmal-Handtüchern.
Wenn voraussichtlich ab Montag wieder rund 54.000 Schüler in die Klassen stürzen, heißt es für sie: erst Hände waschen, dann lernen.
Aber erst mal abwarten: Denn erst heute fällt die Entscheidung, ob die Ferien der Pänz auf Grund der Schweinegrippe verlängert werden.
So oder so: Angedacht ist am ersten Schultag eine Art Hygiene-Appell. „Das Gesundheitsamt wird in dieser Woche den Schulleitern anraten, die Schüler gleich zu Beginn auf die strikte Einhaltung persönlicher Hygiene hinzuweisen“, so Dr. Inge Heyer, Chefin des Gesundheitsamtes. Auch Abklatschten mit dem Schulkumpel oder Umarmen der Freundin sollte zurzeit tabu sein. Die Grippe ist meldepflichtig. Wer sie hat, muss zu Hause bleiben.
Um sie einzudämmen, hat die Stadt jede Klasse, jeden Betreuungsraum mit Seife und Papierhandtüchern ausgestattet. Wie es das NRW-Gesundheitsministerium empfohlen hat. Aus Düsseldorf kommt zu Schulbeginn zudem ein Packen Flyer. In vier Sprachen (Türkisch, Russisch, Englisch, Deutsch) werden Schüler darin über die Influenza aufgeklärt.
Seitens der Bezirksregierung wurden keine Maßnahmen rausgegeben. „Zum Thema Schwangerschaft gibt es aber klare Hinweise. Schwangere Lehrerinnen und Schülerinnen sollten während der Inkubationszeit zu Hause bleiben“, so Sprecher August Gemünd. Erste Symptome der Grippe brechen in der Regel ein bis vier Tage nach Infektion aus.
Jürgen Nimptsch, Rektor der Gesamtschule Beuel: „Wir werden unsere Schüler noch mal aktuell über die Grippe informieren und sie anhalten, sich häufiger zu waschen“, erklärt er. „Mehr können wir nicht machen - mehr muss auch nicht sein.“
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