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Schreckensnachricht: Bonner Telekom: 1600 Jobs auf der Kippe

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Die Telekom spart: In der Bonner Zentrale sollen bis zu 1600 Stellen gestrichen werden.
Die Telekom spart: In der Bonner Zentrale sollen bis zu 1600 Stellen gestrichen werden.
Foto: Thomas Banneyer
Bonn –  

Schreckensnachricht von der Telekom: Der Konzern will in Bonn bis zu 1600 Stellen abbauen, fast acht Prozent der Jobs in der Zentrale würden damit wegfallen.

Auf allen Ebenen sollen Stellen gestrichen werden, Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. EXPRESS war Montag zur Feierabendzeit vor der Konzernzentrale, checkte die Stimmung unter den Angestellten. Überall versteinerte Gesichter und abwehrende Hände – zum massiven Job-Abbau will niemand etwas sagen. „Das ist doch keine große Überraschung“, ist der kurze Kommentar einer Angestellten, die anonym bleiben will.

Alle Telekom-Mitarbeiter wissen Bescheid. Die beunruhigenden Neuigkeiten haben bereits in der gesamten Belegschaft die Runde gemacht – obwohl der Konzern noch keine offizielle Stellungnahme herausgegeben hat. Das „Handelsblatt“ hatte von den Kürzungsplänen berichtet, ein Telekomsprecher bestätigte daraufhin, dass in den nächsten Jahren viele Stellen abgebaut werden. Bis zu 1600 können es werden, das sei der „theoretische Maximalwert“.

Laut Telekom soll der Abbau von Arbeitsplätzen nicht durch Kündigungen passieren, sondern „freiwillig“: Durch das Nichtbesetzen offener Stellen, Vorruhestandsregelungen und Abfindungsangebote.

Die Kürzungen sind Teil des Telekom-Sparprogramms „Save for Service“, das bis Ende 2015 läuft. Der Konzern kämpft mit sinkenden Umsätzen und fallenden Preisen.

Vorstandsvorsitzender René Obermann will das ändern. Laut „Handelsblatt“ sollen Doppelstrukturen in den Einheiten Personal, Finanzen und in Obermanns eigenem Bereich beseitigt werden – dafür müssen Mitarbeiter gehen.

Die Kommunikationsgewerkschaft DPVKOM ist empört - und wurde von den Kürzungsplänen überrascht. „Wir hätten gerne vorher davon erfahren, um mit nach einer Lösung zu suchen“, sagte Gewerkschaftsmitarbeiter Horst Sayffaerth zum EXPRESS.

Und: „Wir wollen kämpfen und werden sehen, was noch zu retten ist.“ Günter Isemeyer von verdi NRW fordert von der Telekom „schnellstmöglich Aufklärung darüber, wer von den Streichungen betroffen ist.“ Auch er will beim Job-Kahlschlag nicht tatenlos zusehen: „Falls verdi-Mitglieder betroffen sind, werden wir natürlich das Beste für unsere Leute rausholen.“

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