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Schon erster Rücktritt im Aufsichtsrat: BSC-Mitglieder wollen den Präsidenten stürzen

Sorgt für den großen Trubel beim BSC: Präsident Udo Bielke.

Sorgt für den großen Trubel beim BSC: Präsident Udo Bielke.

Bonn -

Noch drei Tage bis Heiligabend und von Besinnlichkeit keine Spur. Beim Bonner SC knallt es. Mitglieder revoltieren gegen den Präsidenten, der stellvertretende Vorsitzende ist zurückgetreten, ein Anwalt wurde eingeschaltet.

„Ja, ich bin am 18. zurückgetreten“, bestätigte Dr. Pierre Conrads (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats). Donnerstagabend schmiss dann auch Erich Rutemöller hin. Schon lange brodelt es im Verein. Jetzt eskalierte der Streit.

Der BSC ist in zwei Lager gefallen. Die eine Gruppe hält Präsident Udo Bielke (58) die Stange, die andere möchte ihn so schnell wie möglich loswerden. Ein BSC-Mitglied sagte gegenüber EXPRESS: „Es wird erst Ruhe einkehren, wenn Herr Bielke geht.“

Das war passiert: Ein langjähriger BSC-Fan (Name ist EXPRESS bekannt) will den umstrittenen Präsidenten stürzen. Er verlangte die Adressen der Mitglieder, um diese anzuschreiben und für eine Mitgliederversammlung zu laden. Doch Bielke verweigerte die Herausgabe – angeblich wegen Datenschutz!

„Das ist korrekt. Ich habe für die Herausgabe gestimmt, aber die beiden anderen dagegen“, erklärte Sascha Frenz (28), Mitglied des dreiköpfigen Präsidiums.

Daraufhin schaltete der BSC-Fan den Kölner Anwalt Stefan Müller-Römer (44) ein. „Ja, es stimmt. Ich habe das Mandat übernommen“, bestätige dieser gegenüber EXPRESS. Brisant: Müller-Römer hatte bereits den 1. FC Köln auf Herausgabe der Mitgliederadressen verklagt und recht bekommen.

Hintergrund des BSC-Zoffs: Nach EXPRESS-Informationen soll der Präsident einen großen Sponsor (fünfstellige Summe stand im Raum) vergrault haben, da dieser Mitsprache einforderte. Bielke war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.