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Schädlingsbefall in Bonn: Dieser kleine Käfer ist ein Holz-Killer

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist 3 bis 4 Zentimeter groß und gefräßig.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist 3 bis 4 Zentimeter groß und gefräßig.
Foto: DPA
Bonn –  

Er ist schwarz, weiß gefleckt und nicht größer als drei bis vier Zentimeter – und dennoch ist der Asiatische Laubholzbockkäfer ein echter Holz-Killer. In Tannenbusch musste die Stadt wegen der hungrigen Winzlinge jetzt mehrere große Bäume fällen.

„Wir haben insgesamt fünf Bäume gefällt“, erklärt Isabel Klotz vom Presseamt. Die acht bis zwölf Meter hohen Ahornbäume am Waldenburger Ring und auf dem Schulhof des Schulzentrums Tannenbusch seien bereits von den kleinen Käfern befallen gewesen. „Das Holz wird noch vor Ort gehäckselt und in einem geschlossenen Behälter zur Müllverbrennungsanlage transportiert“, erklärte Dr. Reiner Schrage vom Pflanzengesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW.

Spürhund Ida sucht Aststücke nach dem kleinen Holz-Fresser sowie dessen Larven ab.
Spürhund Ida sucht Aststücke nach dem kleinen Holz-Fresser sowie dessen Larven ab.
Foto: Stadt Bonn

Es musste schnell gehandelt werden. Die Experten rechneten damit, dass die Käfer sich innerhalb der nächsten Tage vermehrt hätten. Sind die Bäume einmal von dem Schädling besetzt, hilft nur noch die Rodung. Der Asiatische Laubholzbockkäfer hat keine natürlichen Feinde. Es gibt bislang keine Pestizide.

Der Befall ist von außen kaum zu erkennen, während der Schädling den Baum von innen zerfrisst. Das Holz wird morsch, selbst große Äste können abbrechen und auf die Straße krachen.

Um die gefräßigen Biester zu finden, setzte die Landwirtschaftskammer extra Spürhunde ein. Mit Astproben schickte man Merlin, Phoebe und Ida auf Krabblerjagd. Die Tiere sind speziell auf den Geruch der Larven und Käfer trainiert. Fünfmal schlugen sie an.

Bereits 2005 war in Bornheim-Roisdorf ein Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer festgestellt worden. Es war damals der erste Fall in NRW. Auch in Bornheim-Hersel (2007) und Alfter (2009, 2010) trieben die Holz-Fresser ihr Unwesen.
Die Schädlinge wurden vermutlich über Steinimporte aus China importiert.

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