Es war ein harmloser Unfall ohne Verletzte – die gab es erst bei der Unfallaufnahme! Roswitha Pasche (44), deren Ex-Mann den Crash baute, hat jetzt Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erstattet – im Namen ihres Sohnes Nico (8). Die Mutter, die 2008 Karnevalsprinzessin von Graurheindorf war, behauptet: „Ein eingesetzter Beamter hat ihn so geschubst, dass er rückwärts auf den Hinterkopf fiel.“
Dabei hatte der kleine Junge nur Angst um seinen Vater… Der war auf der Schumannstraße einem anderen ins Auto gefahren, hatte weder Führerschein noch Ausweis dabei. Ein Streifenwagen kam. Dann schaukelte sich die Situation hoch. Nicos Vater (55) soll Widerstand geleistet, Polizisten beleidigt haben. Die forderten Verstärkung an.
Immer mehr scharten sich um die Unfallstelle und den 55-Jährigen. Nico, der alles mit ansah, weinte vor Angst. „Er fragte jeden Polizisten, ob sein Papa jetzt ins Gefängnis kommt“, erzählt Mutter Roswitha. Fast alle seien total nett gewesen, hätten ihren Sohn beruhigt.
„Nur ein Polizist antwortete meinem Kind: »Ja, den sperren wir weg«. Derselbe schubste ihn kurz darauf auch“, so die Ex-Karnevalsprinzessin. „Ich bin sofort zu dem Beamten hin, habe geschrien, warum er meinen Sohn anpackt. Daraufhin verpasste er mir eine Ohrfeige.“
Ihr ältester Sohn Marcel (23) wollte dann angeblich den Polizisten zur Rede stellen – und soll von ihm einen Faustschlag gegen die Lippe erhalten haben. Die Mutter: „Unser dritter Sohn Tobias (11) stand die ganze Zeit geschockt da und schrie nur.“
Weil Nico nach dem Sturz auf den Kopf über Übelkeit und Schwindel klagte, brachte ihn die Mutter in die Kindernotfallpraxis. Dort stellte der Arzt eine Schädelprellung fest. Bei Bruder Marcel schwoll die Lippe an.
„Den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Einsatz gehen wir natürlich nach, um den Hergang, bei dem mehrere Beteiligte vor Ort waren, zu klären“, so Polizeisprecherin Daniela Lindemann auf EXPRESS-Anfrage. Sie bestätigt, dass die Anzeige von Roswitha Pasche vorliegt. „Ermittlungen wurden aufgenommen.“
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