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Salafisten-Razzia: Panne: Sprengstoff im Kühlschrank übersehen

Mit größter Vorsicht trägt ein Experte des LKA einen Eimer mit dem Sprengstoff weg.
Mit größter Vorsicht trägt ein Experte des LKA einen Eimer mit dem Sprengstoff weg.
Foto: Kuffner
Bonn –  

Die Festnahme des Bonner Salafisten Marco G. in Tannenbusch hatte für Schlagzeilen gesorgt. Der 25-Jährige soll in einen geplanten Mordkomplott an ProNRW-Chef Markus Beisicht verwickelt sein.

Nach Recherchen des „Spiegels“ soll es aber bei der Durchsuchung der Bonner Wohnung zu einer üblen Panne gekommen sein.

Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, sollen die Fahnder im Kühlschrank des 25-jährigen Konvertierten in Tannenbusch eine explosive Substanz übersehen haben.

Erst, als sich der Festgenommene im Knast einer Sozialarbeiterin anvertraut hätte, seien die Ermittler auf den Sprengstoff aufmerksam geworden. Der Bonner habe die Frau gebeten, seine Freundin vor dem gefährlichen Gemisch in seiner Küche zu warnen.

Erst daraufhin gab es am nächsten Tag den nächsten Großeinsatz im Memelweg: Nicht nur Anwohner hatten sich über diese zweite Razzia am 16. März gewundert.

Die Angst, dass weitere Sprengstoffe in der Tannenbuscher Wohnung versteckt sein könnten, war groß. Dass ausgerechnet im Kühlschrank des Konvertiten gefährliche Substanzen übersehen wurden – das ahnte sicherlich niemand!

Experten bargen die Substanz dann aus G.s Wohnung, zündeten sie anschließend in einer Grünanlage. Im Anschluss wurden Proben entnommen, der Sprengstoff wird jetzt auf seine Zusammensetzung untersucht.

Bei der Festnahme hatten die Einsatzkräfte in der Wohnung Marco G.s schon Ammoniumnitrat gefunden. Eine ähnliche Substanz, wie sie auch beim Beinahe-Anschlag auf den Bonner Hauptbahnhof im Dezember hätte zum Einsatz kommen sollen.

Außer G. sitzen auch drei mutmaßliche Komplizen in U-Haft. Die Ermittlungen hat die Bundesanwaltschaft übernommen.

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