Das Eifelörtchen Ripsdorf steht unter Schock. Nachdem am Rosenmontag Tim B. (24, Name geändert) von einem Karnevalswagen zerquetscht wurde, kann im Dorf noch immer keiner fassen, was passiert ist.
Der Veilchendienstagszug, für den Ripsdorf sogar über die Kreisgrenze bekannt ist, wurde sofort abgesagt. Inzwischen ermittelt die Kripo wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.
Tim B. stammte aus dem 600-Seelen-Ort Ripsdorf. Ein beliebter junger Mann, der sich im Karneval, aber auch bei der Freiwilligen Feuerwehr engagierte. Umso größer der Schock, als die Kollegen zu diesem Einsatz gerufen wurden.
11.51 Uhr. Tim B. half als Einweiser, als ein Trecker den Karnevalswagen des örtlichen Vereins aus einer Scheune zog. Nachmittags wollten die Ripsdorfer damit am Rosenmontagsumzug im Nachbarort Waldorf teilnehmen.
Alles lief problemlos, bis das schwere Gespann zur Ausfahrt hochfuhr – die war spiegelglatt! Trecker und Karnevalswagen gerieten ins Rutschen. Dabei schleuderte der Wagen seitlich auf Tim zu, quetschte ihn gegen die Hauswand.
Kurz darauf waren zwei Rettungswagen, Notärzte sowie mehrere Löschgruppen vor Ort. „Wir waren mit einer Mannschaft aus dem Nachbarort im Einsatz, haben die örtlichen Kollegen so weit es geht ferngehalten – aus Fürsorgepflicht“, erklärt Wehrführer Willi Heck. Er hatte den Verunglückten erst im letzten Jahr zum Oberfeuerwehrmann bei der Ripsdorfer Löschgruppe ernannt.
Wehrkamerad Tim B. – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt erhebliche innere Verletzungen und verlor viel Blut.
Die Retter kämpften um sein Leben. Zwar konnten sie den jungen Ripsdorfer stabilisieren, damit er mit dem Hubschrauber in die Bonner Uni-Klinik geflogen werden konnte. Doch der 24-Jährige erlag nur wenig später seinen schweren Verletzungen.
Wer für das tödliche Unglück womöglich verantwortlich ist, ist Gegenstand der Ermittlungen. Nach EXPRESS-Informationen richten die sich auch gegen den Treckerfahrer.
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