Bonn
Die neusten Nachrichten und Berichte aus Bonn und Umland.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Reh-Massaker im Vorgebirge: Freilaufende Hunde töteten 16 Bambis

Von
Ein Hund tötete das süße  Kitz vor zwei Wochen bei Alfter.
Ein Hund tötete das süße Kitz vor zwei Wochen bei Alfter.
 Foto: privat
Bornheim –  

Grausam zugerichtet liegt die Ricke im Gras, verendete blutig. Dreifach schlimm: Sie war mit zwei Bambis trächtig! Doch weder Wildkatze noch Fuchs waren die Jäger. Ein Hund riss das süße Tier. Kein Einzelfall: Alleine seit Jahresbeginn wurden mehr als ein Dutzend Tiere gewildert. Die Dunkelziffer ist noch wesentlich höher.

"Wir haben seit Mitte April sieben Rehe verloren. Das geht einfach nicht,“ klagt der Walberberger Jagdpächter Stefan Notzem (57). Darunter: die mit zwei Rehbabys schwangere Ricke. Zeugen sahen, wie sich eine Halterin aus dem Staub machte. Ausgesetzte Belohnung: 500 Euro.

Am 22. Juni fanden Kinder an der Jugendakademie ein totes Bambi, von Bissen gezeichnet. Noch trauriger ein Vorfall am 25. Juni: Ein Hund tötete eine Ricke. Ihre zwei Kitze müssen jetzt wohl sterben. Auch Alfter ist betroffen. „Erst vor zwei Wochen wurde wieder ein Kitz gerissen“, sagt Pächter Heinrich Langen (66).

Auch dieses Reh fiel einer Hundeattacke zum Opfer.
Auch dieses Reh fiel einer Hundeattacke zum Opfer.
 Foto: privat

Der Hundebesitzer selbst schleppte es wieder 30, 40 Meter in den Wald. „Die Tiere werden einfach liegengelassen“, klagt er. „Dabei wird das von der Versicherung gedeckt.“ Langen sprach schon eine Halterin an. Deren pampige Antwort: „Es ist doch egal, wenn Sie die Tiere schießen oder mein Hund das Reh tötet.“

Etwa 80 Tiere gibt es in seinem Revier. Seit Winter wurden fünf davon Opfer von Hunden. Nur die Spitze des Eisberges: Denn nicht alle Tiere werden gefunden.

Auch der Jagdausübungsberechtigte des Landes NRW, Philipp Schlösser (74), fand in seinem Revier (geschätzt 20 bis 25 Tiere) vier tote Rehe. Am 28. Juni traf er bei Walberberg einen lautlos jagenden Schäferhund: „Plötzlich tauchte er auf, streifte vorbei. Vom Besitzer fehlte jede Spur.“

Schlösser appelliert an die Vernunft der Halter, fordert von der Stadt Bornheim, dass Leinengebot einzuführen. Notfalls bleibe nur, wildernde Hunde zu schießen. Oder man macht es wie die Schweiz: Dann bliebe das riesige Waldgebiet von Januar bis Ende Mai einfach gesperrt!

Weitere Meldungen aus dem Bereich Bonn
Opfer Dr. Maria P. (52) hatte ihre Probleme überwunden und strahlte vor Lebenslust.
Dramatische Entwicklung
Frau in Berlin getötet: War es ihr eigener Sohn Ben (16)?

Freitag wurde in Bonn der mutmaßliche Mörder der vierfachen Mutter festgenommen – ihr eigener Sohn (16)!

Räkeln sich bald Liebesdamen wie diese in Oedekoven?
Im Klostergarten
Investor will Puff für Oedekoven

Buhlen im Gewerbegebiet „Im Klostergarten“ bald Liebesdamen um die Gunst von Freiern? Ein Investor hat beim Rhein-Sieg-Kreis beantragt, in einem der Gebäude in Oedekoven einen „Erotikclub“ eröffnen zu dürfen.

Mit einem Groß-Aufgebot waren Polizei und Rettungskräfte nach der Explosion im Einsatz.
Baggerfahrer kam ums Leben
250.000-Euro-Klage nach Bomben-Drama

Als am 3. Januar 2014 in Euskirchen eine Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg explodierte, war die Detonation noch in Bonn zu hören. Ein Baggerfahrer hatte Schutt zerteilt und die „HC 4000 lb Mk“ dabei beschädigt.

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS Bonn on Facebook
Bonn-Galerien
Aktuelle Videos
Veedel und Regionen