Niederkassel - Gruselfund beim Evonik-Werk (früher Degussa). Dort, am Rheinufer, wurde gestern eine Leiche entdeckt.
Der Tote saß aufrecht gegen einen Busch gelehnt - und das offenbar schon seit Wochen! Er war halb skelettiert…
Gegen 9.30 Uhr fand ein Arbeiter, der im Uferbereich Mäharbeiten durchführte, die Leiche in der Nähe der werkseigenen Schiffsanlegestelle. Der Kopf war zur Seite geneigt und die blanken Schädelknochen sichtbar.
Wie kam der rätselhafte Tote dort hin? Die Stelle ist im Uferbereich mit Brombeerhecken zugewachsen und eigentlich nur über das bewachte Evonik-Gelände (Feldmühlenweg) erreichbar. Angeschwemmt wurde er auch nicht. „Nach Meinung der Fachleute hat die Leiche nicht im Wasser gelegen“, so Polizeisprecher Markus Grommes.
Ebenfalls unklar ist die Todesursache. Wurde der Mann bestialisch ermordet? Grommes: „Bisher ergaben sich keine Hinweise auf einen Tod durch Fremdeinwirkung.“ Doch noch ist nichts auszuschließen. Der stark verweste Körper wurde zu weiteren Untersuchungen in die Bonner Rechtsmedizin gebracht.
Zwar ist die Identität des Toten noch nicht zweifelsfrei geklärt, doch inzwischen wird immer sicher: Es könnten die sterblichen Überreste von Hubert B. (Name geändert) sein. Der 71-jährige Oberberger gilt seit dem 28. August 2008 als vermisst und stand deswegen auf der Fahndungsliste.
Doch was trieb den alten Mann aufs unwegsame Gelände des Evonik-Werks im entfernten Niederkassel? Ein rätselhafter Fall mit vielen Fragen, die die Ermittler jetzt beantworten müssen.
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