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Portal deckt auf: In Bonn stirbt sich’s am teuersten

Ein Erdwahlgrab auf einem Bonner Friedhof (hier Poppelsdorf) kostet 2.212 Euro – fast 1.700 Euro mehr als in Berlin.
Ein Erdwahlgrab auf einem Bonner Friedhof (hier Poppelsdorf) kostet 2.212 Euro – fast 1.700 Euro mehr als in Berlin.
Foto: Paul
Bonn –  

Die Bundesstadt belegt mal wieder einen Spitzenplatz. Doch dieses Mal geht es nicht um niedrige Arbeitslosenquote, hohen Fachkräfteanteil, tolle Lebensqualität oder andere positive Aspekte Bonns. Denn der Tod kostet in der Bundesstadt so viel wie nirgends sonst.

Das Verbraucherportal bestattungen.de hat sich mal die Kosten für ein Erdwahlgrab in der ganzen Republik angesehen. Schockierend, wie weit die Gebührenschere da auseinanderklafft.

Kostet ein Grab mit 20-jährigem Nutzungsrecht in der Hauptstadt Berlin gerade mal 520 Euro, müssen in Bonn 2.212 Euro berappt werden – satte 327 (!) Prozent mehr.

Hinzu komme, dass die Bonner Verwaltung die Gebühren im Laufe des Jahres 2012 um 38 Prozent erhöht habe, so das Portal. Zum Vergleich: Köln erhöhte im letzten Jahr die Friedhofsgebühr um 20 Prozent (ein Grab kostet hier 1456 Euro), Bochum (war schon 2011 hinter Bonn zweitteuerste Stadt in Sachen Bestattungen) um vier Prozent auf 2.096 Euro.

Warum ist das Ableben in der Bundesstadt so immens teuer? Wie kam es zu der krassen Gebührenerhöhung um über ein Drittel? Elke Palm vom Presseamt erklärt: „Es stimmt, dass wir die Gebühren 2012 erhöht haben. Wir müssen kostendeckend arbeiten, hatten aber in den vergangenen Jahren Verluste eingefahren.“ Um diese auszugleichen seien die Gebühren erhöht worden.

Doch bald könnte Sterben in Bonn wieder günstiger werden, stellt Elke Palm in Aussicht: „Wir arbeiten derzeit an einer neuen Gebührenordnung, denn die Verluste aus den Vorjahren sind mittlerweile weg. Die Friedhofsgebühren könnten also bald auch wieder runtergehen.“

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