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Polizeipräsidentin Brohl-Sowa : Mehr Respekt für Polizeibeamte!

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa
Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa
Foto: Max Malsch
Bonn –  

Täglich gibt es Berichte über Wohnungseinbrüche. Bürger beklagen sich, dass die Polizei zu wenig präsent ist.

Brohl-Sowa: Wir sind sehr wohl präsent. Insbesondere erhöhen wir unsere sichtbare Präsenz in Stadtteilen, die in besonderem Maße betroffen sind, zum Beispiel in Meckenheim und Bad Godesberg zu. Da wird nicht nur der Posten- und Streifendienst tätig. Wir setzten darüber hinaus die Bereitschaftspolizei, den Bezirksschwerpunktdienst und Zivilfahnder ein.

Ich weiß, dass die Bürger an bestimmten Stellen am liebsten die ganze Nacht einen Streifenwagen stehen hätten. Dass das nicht leistbar ist, versteht sich von selbst. Allerdings wird nicht wahrgenommen, wenn wir in Zivil unterwegs sind. Man kann sicher sein, dass wir in Brennpunkten besonders schnell und umfassend reagieren.

Aber die Zahl der Einbrüche steigt weiter…

Wir haben seit Anfang des Jahres etliche Einbruchsserien aufklären, Täter festnehmen und die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich weiter verbessern können. Viele Tatverdächtige wurden ermittelt und hinter Schloss und Riegel gebracht. In der Aufklärung von Einbruchsdiebstählen stehen wir in Bonn landesweit an der Spitze.

Aber Sie haben recht, die Einbruchszahlen sind landesweit erheblich gestiegen. Sie steigen auch immer in den Bereichen, die verkehrstechnisch gut erreichbar sind. Das sind gute Bedingungen für reisende Täter, die bandenmäßig strukturiert sind. Sie stammen häufig aus Südosteuropa und sind auf den schnellen Erfolg aus. Zum anderen sind es Intensivtäter, die vor Ort wohnen. Wenn sie im Gefängnis sitzen, sinken die Zahlen.
Was wünschen Sie sich für das Jahr 2013?

Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft einen intensiveren Diskussionsprozess über Werte führt, so wie sie im Grundgesetz verankert sind. Ich denke dabei insbesondere an das Recht auf Meinungsfreiheit, Versammlungsrecht oder auch Religionsausübung.

Im engeren polizeilichen Sinne wünsche ich mir einen Rückgang der Einbruchskriminalität. Ich weiß, dass sich Einbrüche – neben dem materiellen Verlust – besonders belastend auf die Psyche der Geschädigten auswirken können.
Ich wünsche mir auch, dass meinen Beamtinnen und Beamten der Respekt entgegengebracht wird, der ihrer schwierigen Arbeit gebührt.

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