Es machte Peng! Peng! Und dann war Pufpaff Prix-Pantheon-Preisträger. Nein, wir haben bei dem Kabarett-Wettstreit im Pantheon nicht zu viel getrunken! Deshalb hier die Langfassung: Der Bonner Comedian Sebastian Pufpaff (33) schoss bei seinem 20-Minuten-Auftritt einen Gag nach dem anderen ab. Das fand das Publikum des 16. Prix Pantheon so Klasse, dass es Pufpaff die meisten Stimmen gab.
Als der Bonner das Ergebnis vernahm, sprang er auf die Bühne, schnappte sich Moderator Rainer Pause und hob ihn einfach in die Luft. In der ersten Reihe saß Ehefrau Julia und strahlte. An Pufpaff ist alles echt, auch der Name! Sebastian zückt zum Beweis seinen Personalausweis: „Wir können unseren Namen bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen.“
Seine Frau, Ärztin in der Urologie-Station der Uni-Klinik, hat bei der Heirat vor sechs Monaten freiwillig den Namen angenommen. Denn die gebürtige Polin heißt mit Mädchennamen Skrzypcak – da war Pufpaff das kleiner Übel.
Es ist ein Sensationssieg, denn den Bonner hatte keiner auf der Rechnung. Er spielt als dritter Mann im „Bundeskabarett“ mit, trat solo eher in kleinen Häusern auf und hat als einziger der zwölf Kandidaten keinen Agenten. Das wird sich ändern – jede Wette. Den Jury-Preis sicherte sich Sebastian 23 – ein Multi-Talent. Er schreibt Gedichte, singt böse Lieder, kann hochpolitisch aber auch absurd-komisch sein: „Ruf bei der Deutschen Bahn an und sage, dass heute du mal zu spät kommst.“
Der WDR überträgt die Auftritte aller Teilnehmer am 16. und 23. Mai. Danach können die Zuschauer ihren eigenen Preis per Televoting vergeben unter www.wdr.de/comedy
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