Paukenschlag im Stadthaus: Nach der Razzia im Gebäudemanagement (SGB) und in Privatwohnungen von Mitarbeitern, den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Betruges in besonders schwerem Fall, platzt dem Bürger Bund Bonn (BBB) der Kragen: OB Jürgen Nimptsch soll Gebäudemanager Friedhelm Naujoks feuern. Außerdem müsse ein unter Verschluss gehaltener Bericht des Rechnungsprüfungsamtes auf den Tisch!
Der Endlos-Krimi ums World Conference Center Bonn (WCCB) und die mögliche Verstrickung von Spitzenkräften der Stadt. BBB-Boss Bernhard Wimmer will jetzt endlich Fakten auf dem Tisch, setzt ein Ultimatum: Vorlage des geheimen WCCB-Prüfberichts, den das Rechnungsprüfungsamt zusammengetragen hat, bis zum 7. April!
Und: „Ich bitte Sie (OB Nimtsch, die Red.) daher auch um Erläuterung, aus welchen Gründen Sie als Dienstvorgesetzter und Arbeitgeber des verantwortlichen Leiters des SGB nicht von der arbeitsrechtlichen Möglichkeit zur fristlosen Kündigung des Dienstverhältnisses wegen Verdachts strafbarer Handlungen Gebrauch gemacht haben bzw. Gebrauch machen werden.“ Im Klartext: Nimptsch soll SGB-Boss Friedhelm Naujoks rauswerfen!
Hintergrund: Das Gebäudemanagement steht unter Verdacht, 25 Millionen Landesmittel abgerufen zu haben, obwohl sich das WCCB da schon in finanzieller Schieflage befand. Heißt: Mit getürkten bzw. geschönten Zahlen soll dem Land NRW vorgegaukelt worden sein, dass beim Kongresszentrum alles in Ordnung war.
Dass das Gebäudemanagement mit Boss Friedhelm Naujoks jetzt im Visier der Staatsanwaltschaft ist, wundert eigentlich nicht: Bei der WCCB-Kostenexplosion um 60 Millionen Euro hatte es als Kontrollinstanz nicht funktioniert.
EXPRESS liegt auch eine Stellungnahme von Arno Hübner für den Rechnungsprüfungsausschuss vor. Und darin greift der Ex-Stadtdirektor mehrmals Gebäudemanager Naujoks an, wirft ihm schwere Fehler beim Controlling des WCCBs vor.
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