Die Sondersitzung des Bonner Rates zum WCCB: Das war Zoff auf der ganzen Linie! Ausgelöst ausgerechnet von OB Jürgen Nimptsch, dem es gelang, in einer 70-minütigen Rede (!) nicht nur gut 50 Mitglieder des Rates auf die Palme zu bringen, sondern auch den angesehenen Chef des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zu brüskieren.
Im edlen Zwirn dozierte Nimptsch über Verantwortung und Schuld, betrieb heftige Medienschelte (was hat das in einer Sitzung zur Krise beim WCCB zu suchen?), belehrte die Ratsmitglieder („und deswegen darf hier auch nicht jeder öffentlich sagen, wonach ihm gerade so ist“).
RPA-Chef Horst Schallenberg musste sich anhören, dass der Prüfbericht zum WCCB „eine fleißige Sammlung von Fakten“, dass die 475 Seiten starke Akte eine „erste gute Grundlage für die Analyse, aber mehr nicht“ sei.
Die Quittung kam prompt: „Hochnäsig“ und „herablassend“ schimpfte Bernhard Wimmer vom Bürger Bund Bonn (BBB) . Und legte nach: „Sie ergreifen Partei und haben Ihre Unschuld verloren.“
Selbst der sonst so moderate FDP-Chef Werner Hümmrich donnerte angesichts der Medienschelte des OB: „Das ist des ersten Bürgers der Stadt nicht würdig.“
Grünen-Fraktionssprecherin Dorothee Paß-Weingartz grummelte: „Sie haben kontinuierlich versucht, den Rat einzuschüchtern.“
Und zum guten Schluss legte BBB-Chef Johannes Schott noch einen drauf, fordert Nimptsch durch die Blume zum Rücktritt auf: „Vielleicht wäre es gut, wenn Sie sich zu gegebener Zeit an Altbundespräsident Köhler ein Beispiel nehmen.“
Eine turbulente Ratssitzung, eine traurige Ratssitzung. Denn OB Jürgen Nimptsch hat hier jede Menge Porzellan zerschlagen, hat allen, die ihr Mütchen an ihm kühlen wollen, Munition geliefert.
Zoff auf der ganzen Linie. Und das in so schwierigen Zeiten für unsere Stadt. Armes Bonn!
Kältefrei für die Schüler
Rhein-Sieg-Gymnasium: Wegen der total maroden Heizungsrohre und nicht vorhandener Wärmeisolierung konnte die Kälte durch Außenwände und alte Fenster in die Säle eindringen.
Erst Freispruch, bald lange Haft?
Die Angeklagte war 447 Tage aus dem Knast raus. Im Februar 2010 war die Multi-Millionärin Esther D. (56) in ihrer Villa mit einer Picasso-Schale erschlagen worden.
„Nils“ will jetzt mit den Ponys schmusen
Jungtier stand plötzlich auf Pferdehof. „Er will zwar offensichtlich nicht weg, und wir haben ihn alle liebgewonnen, trotzdem muss er in eine artgerechte Umgebung zu Artgenossen.“