Bonn - 98 Prozent! Ein nahezu sozialistisches Ergebnis. Die Bonner CDU schickt ihren auserkorenen Spitzenkandidaten Christian Dürig mit Vollgas und viel Rückenwind in das Rennen um den obersten Posten im Stadthaus.
„Die Chancen stehen gut. Die SPD verliert mit Bärbel Dieckmann ihr Zugpferd. Und die CDU hat hier heute einen Kandidaten nominiert, dem das Amt des Bonner Oberbürgermeisters auf den Leib geschneidert ist“, sagte Jürgen Rüttgers.
„Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident war am Samstagmorgen „aus persönlicher Verbundenheit“ ins Bonner Haus der Geschichte gekommen, um seinen langjährigen Weggefährten bei seiner Kandidatur zu unterstützen.
Rüttgers tat dies mit einer flammenden Rede. Dabei ließ er seinen Blick auch über die Bonner Kommunalpolitik hinaus schweifen. Er geißelte die Familienpolitik der Bundes-SPD, konnte sich einen Seitenhieb auf Franz Müntefering („der erfolgloseste Amtsinhaber in Deutschland“) nicht verkneifen und rief dazu auf, das Land NRW als gestärkt aus der Rezession („Sie ist bereits da“) hervorgehen zu lassen.
„Nach dieser Rede vom Ministerpräsidenten dachte ich, im Anschluss daran mit meinen Worten alt auszusehen“, sagte Dürig nach der Veranstaltung. „Doch der Applaus am Ende hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“ Auch seine Vorstellung quittierten die Bonner CDUler mit stehenden Ovationen.
Mit den Themen Verkehr (eine weitere Bahnunterführung in Bonn, die Anbindung des Regierungsviertels an die Voreifelbahn und die Fortführung der S 13 bis Oberkassel), Haushalt (Verhinderung des Haushaltssicherungskonzepts) und Verwaltung bekam Dürig die Kurve zum Ende seiner Rede.
„Ich bin überwältigt von der Zustimmung. Aber ich weiß auch, was 98 Prozent bedeuten: Sie erwarten viel von mir“, sagte Christian Dürig nach Bekanntwerden seines Ergebnisses. Von 203 von 207 gültigen Stimmen entfielen auf ihn. „Solch ein Resultat habe ich nicht erwartet.“
Erleichtert zeigte sich auch Helmut Stahl. Der Fraktionschef der CDU im Landtag war der Leiter der Findungskommission, die Dürig auserkoren hatte: „Mit 93 oder 95 Prozent habe ich schon gerechnet. Aber 98 Prozent sind toll.“ Und Christian Dürig wusste genau, was für ihn nun folgt: „Jetzt geht es richtig los.“
Das ist Christian Dürig:Christian Dürig wurde am 18. März 1952 in Braunschweig geboren. Sein Werdegang: bis 1979 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Würzburg. 1997 bis 1998: Bundesgeschäftsführer der CDU unter Helmut Kohl. Seit 1999 im Management der Deutschen Post AG. Verheiratet ist der Meckenheimer mit Ehefrau Ingeborg, hat drei Kinder. Mehr über den Kandidaten auf Homepage: www.christian-duerig.de ›
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