Empfehlen | Drucken | Kontakt18.08.2010 - 20:41 Uhr

Sicherheits-Maßnahmen: OB holt Feuerwehr-Chef aus dem Urlaub zurück

Von CHRISTOF ERNST
Die Marktstraße zählt ebenso wie die Friedensstraße bei Pützchens Markt zu den problematischen Regionen. Ein neues Konzept sieht vor, dass die Jahrmarktsbuden einen größeren Abstand von den Häusern in diesen Straßen haben. Dadurch verringert sich die Zahl der Schausteller.
Die Marktstraße zählt ebenso wie die Friedensstraße bei Pützchens Markt zu den problematischen Regionen. Ein neues Konzept sieht vor, dass die Jahrmarktsbuden einen größeren Abstand von den Häusern in diesen Straßen haben. Dadurch verringert sich die Zahl der Schausteller.
Foto: Erhard Paul
Bonn –  

Duisburg und die Folgen: Die Katastrophe bei der Loveparade hat deutliche Auswirkungen auf Pützchens Markt, der vom 9. bis 14. September stattfindet. Wie ernst die Lage ist, sieht man daran, dass OB Jürgen Nimptsch den Bonner Feuerwehrchef Jochen Stein aus dem Urlaub zurückbeordert hat. Der hatte im Auftrag des Oberbürgermeisters ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das erhebliche Einschnitte für die Schausteller bedeutet und großen Wirbel verursachte.

OB Nimptsch: „Die Gefahr der Brandübertragung von Jahrmarktsständen auf benachbarte Gebäude muss stärker berücksichtigt werden.“ Heißt im Klartext: Die Zahl der Schausteller und ihrer Buden wird reduziert. Die Folgen: Sicherheitsdienste werden die Besucherströme so kanalisieren, dass die Menschen jederzeit bei Gefahr ausweichen können.

Auch für die Anwohner der Straßen und Gassen von Pützchens Markt wurde ein neues Fluchtkonzept erarbeitet. Auf der Friedens- und der Marktstraße werden die Schausteller-Buden so aufgestellt, dass in der Mitte immer eine sechs Meter breite Gasse für Rettungsfahrzeuge bleibt.

Das bedeutet, dass einige Schausteller weichen müssen, sie sollen zum Beispiel in der Sebastianusstraße zwischen Rosenbach und Adelheidisplatz ihre Stände aufbauen können. Neu ist: Stände, die aus überwiegend brennbarem Material bestehen, müssen einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern zu den Häusern einhalten. Der OB: Man werde mit allen Beteiligten reden.

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