Der Mord im Millionärs-Viertel: Er bleibt mysteriös. Am Dienstag rekonstruierten die Ermittler die Situation, in der Esther D. (56) in deren noblen Gründerzeitvilla aufgefunden wurde. Als wichtige Zeugin dabei: die Freundin des Opfers.
Den ganzen Tag über gaben sich gestern Mordermittler, Spurensicherer und Rechtsmediziner im Mordhaus, Kurfürstenstraße, die Klinke in die Hand.
Kurz nach 14.30 Uhr betrat dann die Freundin die Villa. Im edlen Pelzmantel, ein Schal ums Haar gebunden. Sie musste gestützt werden, schien kurz vorm Zusammenbruch. Kein Wunder: Sie wollte bei Esther D. übernachten - stattdessen fand sie deren Leiche!
Ein Alptraum. Doch für die Ermittler ist Esther D.s Freundin wichtig. Sie war die erste, die den Tatort betreten hat.
Wo und in welcher Körperhaltung lag die Tote? Wo sind Spuren wie Blut? Fehlen Sachen des Opfers? Durch das Nachstellen der Situation mit Hilfe einer Schaufensterpuppe als Opfer hoffen die Fahnder auf Antworten in dem Fall. „Es wird weitere rechtsmedizinische Untersuchungen geben“, kündigte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender an
Esther D. lebte alleine in der zweistöckigen Villa, Kurfürstenstraße. Ihr millionenschwerer Mann (Unternehmer) soll sich wegen einer anderen von ihr getrennt haben, lebt in Berlin. Der gemeinsame Sohn macht in Amerika Karriere. Kontakte zu Nachbarn: keine.
Hat die einsame Frau sich mit dem Falschen angefreundet - und ihren Mörder sogar selbst ins Haus gelassen? Fakt ist: Weder an der massiven Eingangs-, noch an der Terrassentür sind Aufbruchsspuren.
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