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Nicht nur Bau-Skandale Hier fluppt es in der City

Bonn -

Von Dauer-Nerv-Projekten wie WCCB oder Uralt-Schandflecken wie Südüberbauung und Taubenhaus in der City mal abgesehen: Es kann auch fluppen! Das sind Bonns Turbo-Baustellen:

Kurfürstenbrauerei, Altstadt: Lange lag die Halle im Dornröschenschlaf – seit Anfang 2013 ist dort ein hippes Kreativ-Zentrum. Der Umbau dauerte gerade mal ein Jahr! Einer der Mieter ist Reinhold Soyka (60), ehemaliger 800-Meter-Europameister im Staffellauf, betreibt dort sein Gesundheits-Zentrum.

„Ich mag den Industriestil“, schwärmt der Physiotherapeut. Die Halle (ca. 1.200 Quadratmeter) ist schick restauriert, alte Stahlträger blieben erhalten. Ein altes Haus (stand seit 20 Jahren leer) wurde im Dezember 2012 für einen Parkplatz abgerissen. Seit 2006 gibt es eine Halle weiter ein Ballett-Zentrum.

Ärztehaus Konrad-Adenauer Platz: Ende 2011 begannen die Vorarbeiten für das Projekt, ein alter Bunker wurde zugeschüttet. Februar 2012 ging es los – und ab Mitte 2013 sollen die erste Mieter einziehen, unter anderem ein Facharztzentrum, ein Kaiser’s. Gesamtmietfläche: 6.000 Quadratmeter.

Sparkasse, Friedensplatz: Februar 2009 entschied sich die Sparkasse für einen Neubau, ab März 2010 wurde das alte Gebäude geräumt und abgerissen. Seit Februar 2012 wuseln auf der 24 700 Quadratmeter großen Fläche Hunderte Handwerker – und ziehen den Neubau im Turbo-Tempo hoch.

Bereits im Herbst 2013 soll alles fertig sein! Nicht nur Sparkassenkunden können sich freuen. Es ziehen auch ein „Media Markt“ (über zwei Etagen), ein „dm“ und ein „Rewe“ ein. Baukosten: rund 30 Millionen Euro.

Rheinwerk3, Bonner Bogen: Seit März 2012 entstehen dort drei Gebäudeeinheiten: mehr als 21.000 Quadratmeter Bürofläche, 1.000 Arbeitsplätze. Im Sommer sollen erste Mieter einziehen, wie der Software-Anbieter SER, die internationale Akademie für Pathologie. Anfang 2014 soll alles fertig sein. Kosten: 68 Millionen Euro.

Rheinlogen: Heftig diskutierten die Bonner über die Architektur, und anfangs ging es zäh voran: „Schuld“ waren archäologische Funde im März 2010. Erst ein Jahr später rumpelten wieder Baumaschinen über das Grundstück, schon im August 2012 zogen die ersten Bewohner ein. Auf 3600 Quadratmeter finden sich 75 Wohnungen und Gastronomie. Baukosten: ca. 35 Millionen Euro.