Joachim Decker ist Architekt. Und deshalb glänzen seine Augen richtig, als er seine Idee erläutert: Das neue Beethoven-Festspielhaus würde wunderbar in die Gronau passen, und zwar in unmittelbarer Nähe zu Post-Tower und Langem Eugen - direkt am Rhein.
Decker, auch Ratsmitglied für den Bürgerbund Bonn (BBB): „Für mich ist das die optimale Lösung.“
Der Vorschlag böte einige Vorteile, meint Decker:
Die Erreichbarkeit: Mehrere Haltestellen sind in der Nähe und ausreichend Parkraum in den Tiefgaragen von Post-Tower und dem UN-Gebäude.
Die Baustelle: Es könnte ungehindert gebaut werden, es müssten keine Häuser abgerissen und kein Verkehr gesperrt werden.
Der Effekt: Im Zusammenspiel mit dem Jahn-Tower, dem Deutsche-Welle-Gebäude und dem Alten Wasserwerk entstünde ein „einmaliges Architekturensemble“.
Der Ausblick: Von dort aus habe man einen attraktiveren Blick aufs Rechtsrheinische als vom Standort Beethovenhalle aus.
Und was solle mit der alten Halle passieren? BBB-Chef Bernhard Wimmer, der mit Decker das Modell vorstellte: „Sie müsste nicht abgerissen werden, auch da könnte man Kosten sparen. “
Man könnte sie für einen Euro an einen Investor verkaufen, der sich zum Erhalt verpflichtet, aber die Möglichkeit bekäme, auf dem Areal weitere Gebäude zu errichten.
Beider Kritik: Die frühere OB Bärbel Dieckmann habe sich voreilig auf den Platz an der Beethovenhalle festgelegt. Decker: „Ich glaube nicht, dass ein Festspielhaus an dieser Stelle zur Belebung der Altstadt beitragen könnte.“
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