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Nach Verkauf der Markthallen: Beueler Bürger sollen endlich gehört werden

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Gabriele und Janina Discher sorgen sich um ihre berufliche Zukunft. Bislang verkaufen sie von den Beueler Markthallen aus Feinkost.

Foto:

Schwaiger

Bonn -

Der Zoff um die Beueler Markthallen geht in die nächste Runde. Wo bislang Feinkost, Blumen und andere Dinge verkauft werden, sollen bald müllreife Elektrogeräte und Grünschnitt angeliefert werden.

Bonnorange plant hier einen Wertstoffhof. Jetzt geht die Beueler Bezirksvertretung in die Offensive.

Nein zu den Plänen der Stadt

Bezirksbürgermeister Guido Déus (CDU) kann sich schnell in Rage reden, wenn auf der schäl Sick richtig was schief läuft. Und der Kauf der Beueler Markthallen durch das Abfall- und Stadtreinigungsunternehmen ist genau so ein Fall. Mit einem klaren Nein positioniert sich der CDU-Mann gegen die Pläne des Unternehmens und auch der Stadtverwaltung.

Déus contra Ratsfraktion

Dabei weiß er seine Beueler Koalition in der Bezirksvertretung hinter sich.  CDU, SPD und FDP sprechen hier mit einer Stimme und gerade bei den Christdemokraten hat das für viel Rumoren gesorgt. Sieht die CDU im Stadtrat die Situation doch ganz anders als ihr Parteifreund Déus. „Wir wollen, dass  Gewerbe- und Kulturbetriebe zu dieser Thematik zu Wort kommen. Es ist Unsinn, sich hier gegen die Bürger zu stellen“, so der Bezirksbürgermeister und stellt klar: „Am Mittwoch wird die Koalition in der Bezirksvertretung den Antrag stellen, dass Bonnorange eine Bürgerinfo durchführen muss.“

Bei der satten Mehrheit der Koalition hat Déus keinen Zweifel, dass der Antrag problemlos durchgewunken wird.

Bürger-Info wird vorbereitet

Bonnorange steht dem Antrag der Bezirksvertretung offen gegenüber. Das Unternehmen geht in die Offensive, nachdem vor einer Woche die Bombe platzte und es plötzlich Stadtgespräch war.

„Wir sind in der Vorbereitung, eine Bürger-Info durchzuführen. Allerdings muss der Termin noch abgestimmt werden“, erklärt Sprecherin Jasmin Mangold.

Geschäftsleute bangen um die Zukunft

Besonders für die Geschäftsleute ist Aufklärung wichtig, bangen sie doch um  ihre Zukunft. Kalt erwischt wurden sie vom Verkauf der Hallen  – neue Immobilien sind bislang noch nicht in Sicht. Auch das Pantheon erhob im EXPRESS schwere Vorwürfe gegen die Verwaltung. Theater-Chefin Martina Steimer sorgt sich um eine mögliche Geruchsbelästigung und sieht die komplette Quartiersentwicklung  in Frage gestellt: „Hier ist ein richtiger Kiez entstanden aus Kultur, Wohnen und Gewerbe – eine wilde und spannende Mischung. Die ist jetzt in Gefahr.“

(exfo)