WC was? Als die Abkürzung WCCB für das „World Conference Center Bonn“ auftauchte, reagierten viele ungläubig, Spott machte sich breit: Ein Stilles Örtchen im Regierungsviertel? Jetzt - nach Pleiten, Pech und Pannen - meint der Bürger Bund Bonn: Der Name gehört endgültig ins Klo! Dafür gibt's von Martin Schilling (SPD) volle Breitseite: „Völliger Schwachsinn.“
Bürger Bund-Chef Bernhard Wimmer hält den Namen WCCB , das seit Monaten nicht aus den Schlagzeilen herauskommt, für „verbrannt“. Der Stadtverordnete zum EXPRESS: „Außerdem ist das ein beliebig austauschbarer Begriff. Ihm fehlt jedes Alleinstellungsmerkmal.“ Um den Bezug zu Bonn stärker herauszustellen, schlägt er vor: „Beethoven Conference Center Bonn“. Das sei aber nur eine Idee, man solle am besten die Bürger befragen.
Martin Schilling (SPD) ist Geschäftsführer der Agentur Kreativ-Konzept, die im Auftrag des früheren Investors Man-Ki Kim den Namen WCCB entworfen hat. Er hält dagegen: Den Namen WCCB gebe es weltweit nirgendwo. Und zum Argument des Negativ-Images sagte er: „Niemand käme auf die Idee, den Namen Toyota zu ändern, nur weil dem Unternehmen gerade Milliarden-Kosten durch seine Rückholaktion entstehen.“
Am Donnerstag wird der Rat über den Antrag entscheiden.
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