Bonn/Bornheim - Er schlug den Linienrichter mit einem kräftigen Faustschlag k.o.. Jetzt wird der Torwart des FV Duisdorf per Haftbefehl gesucht.
Grund: Mehmet K. (32) lief nicht zu seiner Gerichtsverhandlung auf, schwänzte sein Strafverfahren wegen Körperverletzung.
Jagdszenen in der Kreisliga D: 3:0 stand es im Meisterschaftsspiel zwischen TuS Germania Hersel und FV Duisdorf. Doch in der 83. Minute eskalierte das Fußballspiel zu einer Massenschlägerei. Nichtiger Anlass: ein harmloses Foul im Mittelkreis.
Das sah der gefoulte Spieler des FV Duisdorf allerdings komplett anders. Er würgte seinen Gegenspieler umhegend. Und schon herrschte Chaos komplett auf dem Platz. Die Spieler strömten zusammen, Zuschauer liefen auf den Platz. Es entwickelte sich eine zünftige Massenschlägerei.
Eine besondere Rolle übernahm der Duisdorfer Torwart, der bis zu dem Foul im Mittelkreis brav zwischen seinen Pfosten gestanden hatte. Nach Aussagen der Herseler soll er regelrecht Amok gelaufen sein.
Erst stürmte Mehmet K. auf den Pulk zu, mischte ein wenig mit. Dann nahm er Linienrichter Jürgen Flügger (32), gleichzeitig Teamchef der Reserve des TuS Hersel, ins Visier. Flügger: „Mir flogen zwei Fäuste ins Gesicht.“
Patrick Oehlkom (41), Vater eines Mittelfeldspielers: „Er schwang die Fäuste wie in einem schlechten Asterix-Film.“ Der Torwart: „Der Linienrichter hat mich mit der Fahne bedroht.“ Den Schiri-Assistenten raffte es vorerst dahin: Er lag zwei Minuten bewusstlos auf dem Platz. Punkte wurden keine verteilt: Das Sportgericht bestrafte beide Vereine.
Torwart Mehmet wird jetzt per Haftbefehl gesucht. Der Torwart hat ein Eigentor geschossen: Der Duisdorfer kam nicht zu seiner Gerichtsverhandlung.
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