Er will ein Baron sein, doch besonders fein benommen hat sich ein 53-Jähriger aus Euskirchen offenbar nicht. Unter dem Vorwand, ein Benefizkonzert in Afrika ausrichten zu wollen, soll der Mann eine Frau um 26 000 Euro betuppt haben.
Jetzt muss er sich vor einem Hammer Schöffengericht verantworten. Denn die gutgläubige Frau überwies dem „Baron“ in sieben „Häppchen“ mal einigen Hundert, mal sogar 10 000 Euro die Spenden. Von Oktober 2007 bis Juli 2008 ging das.
Doch statt - wie versprochen – das Geld an die „World Peace Tour 4 Children“ abzuführen, soll der 53-Jährige das Geld für sich selbst verwendet haben, so die Anklage.
Die Frau dachte, das Geld sei für ein Benefizkonzert in Namibia zugunsten notleidender Kinder und andere karitative Zwecke vorgesehen, so der Staatsanwalt. Doch die Knete landete auf dem Konto einer Kölner Bekannten des 53-Jährigen.
Der Euskirchener (selbst Musiker, der angeblich von einer polnischen Prinzessin zum Ritter geschlagen wurde) schweigt. Auch die Bekannte verweigert die Aussage.
Amtsgerichtsdirektor Jürgen Twittmann, der den Fall verhandelt, zum EXPRESS: „Der Angeklagte hat angekündigt, sich einlassen zu wollen. Ich gehe nicht von einem Geständnis aus.“
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