Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Macheten-Mann: Bruder rettet Demir (25) vor Macheten-Mann

Murat G. (31) kassierte einen üblen Schnitt mit einer Machete.

Murat G. (31) kassierte einen üblen Schnitt mit einer Machete.

Foto:

imago/Camera4/Jim (Symbolfoto)

Bonn/Sankt Augustin -

Das ist echte Bruder-Liebe! Um Demir (25) vor einer Attacke zu schützen, schmiss sich Murat G. (31) auf den Angreifer – und kassierte dafür einen üblen Schnitt mit einer Machete.

Die Staatsanwaltschaft hat den Täter jetzt wegen versuchten Totschlags angeklagt. Eigentlich wollten die beiden Männer bloß zwei Autos verkaufen, als es plötzlich zu der gemeingefährlichen Situation kam.

Schon, als Demir und Murat G. am 19. Oktober 2013 mit ihren Kunden auf einem Parkplatz am Pappelweg verhandelten, soll Ramin U. (34) auf seinem Balkon aufgetaucht sein und mit nacktem Oberkörper zu der Gruppe heruntergebrüllt haben: „Ich bringe euch alle um“.

So richtig ernst nahm das wohl niemand. Doch als der Sankt Augustiner etwa zehn Minuten später aus dem Haus gerannt kam, schwang er laut Anklage die fast 60 Zentimeter lange Machete und drohte wieder: „Ihr Hurensöhne, ich werde euch töten“.

Seine Lebensgefährtin versuchte noch, U. aufzuhalten, konnte den Mann aber nicht bändigen.

Demir G. wollte die Situation klären, rief dem 34-Jährigen entgegen: „Junge, was machst Du, komm mal runter, da sind auch Kinder!“ Da wandte sich Ramin U. laut Staatsanwaltschaft dem 25-Jährigen zu, führte einen wuchtvollen Schlag in Richtung dessen Kopf-/Halsbereich.

Doch da griff der Held ein! Murat G. warf sich mit erhobenen Händen in U.s Schlagarm, kassierte, um den Bruder zu schützen, eine sechs Zentimeter lange Schnittwunde im Gesicht und eine Jochbeinfraktur.

Mehrere Zeugen warfen sich auf den Macheten-Mann, konnten ihn festhalten, bis die alarmierte Polizei eintraf. Oberstaatsanwalt Robin Faßbender ist sich sicher, dass U. (hatte bei einer späteren Drogenkontrolle noch 1,4 Promille Alkohol sowie Kokain und Cannabis im Blut) zumindest in Kauf nahm, mit seiner Machete jemanden zu töten.

Der 34-Jährige muss sich deshalb demnächst (voraussichtlich Ende April) verantworten. Er schweigt zu den Vorwürfen.