Lebenslänglich für Huren-Mörder Joachim S. (51), sechs Jahre Knast für Komplizin und Prostituierte „Christa“ Delfa A. (35).
Das forderte am Dienstag Staatsanwältin Dr. Karin Essig. Die Staatsanwältin: „Sie wollten das Opfer um ihr Erspartes erleichtern.“
Mittags war Hure „Angie“ (37) noch im Eros-Center Immenburg gesehen worden: In ein Handtuch gewickelt auf dem Weg zur Dusche. Wenig später lag sie tot auf ihrem Bett, eine Plastiktüte über dem Kopf, einen Vorhang um den Hals gewickelt. 40.000 Euro hatte der Mörder aus dem Liebeszimmer mitgenommen.
Joachim S. hatte mit einer Autowerkstatt eine Pleite hingelegt. Unter „Angies“ Fingernägeln und am Vorhang fanden Spezialisten deutliche DNA-Spuren von ihm. Essig: „Mord aus Habgier, zur Ermöglichung einer Straftat, Heimtücke.“ Die Staatsanwältin sieht auch eine besondere Schwere der Schuld: S. käme nach 15 Jahren noch nicht in Freiheit.
Komplizin „Christa“ soll für den geplanten Raub sechs Jahre hinter Gitter. Essig: „Sie hat ohne Skrupel das Schwergewicht auf das Opfer gehetzt.“ Verteidiger Dr. Peter-René Gülpen forderte für S. Freispruch. Die DNA-Spuren seien auch anders zu interpretieren.
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