Die Ermittlungen zu diesem kuriosen Fall von Steuerhinterziehung werden den Mitarbeitern der Bonner Staatsanwaltschaft noch lange im Gedächtnis bleiben.
Eine Toilettenfrau soll rund 40.000 Euro nicht versteuert haben. Das Geld lagerte die Bonnerin in ihrer Garage – alles Cent-Münzen!
Knietief standen die Ermittler in der Beute der Frau. In zahllosen Säcken hatte sie das abgezweigte Geld in ihrer Garage gelagert. Mit Kehrschaufeln schafften die Ermittler das Geld auf einen 7,5-Tonner, brachten es dann zur Bundesbank nach Köln. Bis zuletzt waren noch nicht alle 1-, 2, 10-, 20- und 50-Cent-Stücke ausgezählt. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft lagerten in der Garage der Frau jedoch 40.000 Euro.
Nach den bisherigen Ermittlungen soll die Bonnerin rund 50 Toiletten bundesweit – vor allem in Kaufhäusern – gepachtet haben. In den Klos ließ sie dann geringfügig Beschäftigte für sich arbeiten.
Nach EXPRESS-Informationen hatte eine ehemalige Mitarbeiterin die Chefin wegen möglicher Steuerhinterziehung angeschwärzt.
Als die Ermittler dann vor ihrer Haustür standen, reagierte die Bonnerin zunächst nicht auf das Läuten der Türglocke. Stattdessen versuchte die Toilettenfrau noch, Beweismaterial verschwinden zu lassen: Aus einem Fenster an der Hausrückseite warf sie Unterlagen auf das Garagendach. Hier wurden die Ermittler ja dann auch fündig…
Die Untersuchungen laufen weiter.
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