Empfehlen | Drucken | Kontakt21.01.2010 - 09:26 Uhr

Skandal erschüttert Stadtwerke: Kinderpornografie: SWB-Mitarbeiter verhaftet

Von IRIS KLINGELHÖFER und MARION STEEGER
Ein Mitarbeiter der SWB soll in einen Kinderporno-Skandal verwickelt sein.
Ein Mitarbeiter der SWB soll in einen Kinderporno-Skandal verwickelt sein.
Foto: ddp
Bonn –  

Ein Kinderporno-Skandal erschüttert die SWB. Ein langjähriger Mitarbeiter (48) der Stadtwerke soll Kinderpornografie auf seinen privaten Computer geladen - und auch damit gehandelt haben!

Oberstaatsanwalt Fred Apostel: „Es gibt ein Verfahren. Ich bestätige, dass es auch schon Durchsuchungen gegeben hat.“

Nach EXPRESS-Informationen wurde am 11. Januar eine gesamte Abteilung der SWB Bus und Bahn zum Betriebsleiter bestellt. Kurz darauf konnten alle wieder gehen - bis auf Roland P. (48, Name geändert). Der ledige Bonner wurde noch vor Ort verhaftet.

Offenbar stand P. bereits länger unter dem Verdacht des Besitzes und Handels mit Kinderpornos. Er soll deswegen seit Monaten observiert worden sein - bis die Ermittler jetzt zuschlugen.
Bei der Durchsuchung der Bonner Wohnung der Tatverdächtigen wurden sie prompt fündig. Auf dem Computer des 48-Jährigen sollen Kinderpornos in noch unbekanntem Umfang gewesen sein. Nach EXPRESS-Informationen ergab sich im Rahmen der Ermittlungen auch ein Bezug zu einem Internet - Café. Möglich, dass Roland P. darüber die Schmuddel-Bilder verkaufte.

Außerdem wurden bei P. zu Hause rund 2500 SWB-Briefe, Stromrechnungen gefunden, die er eigentlich hätte zustellen müsse. Der 48-Jährige, der zunächst bei den SWB Bus und Bahn im Fahrdienst gearbeitet haben soll, war inzwischen wegen eines gesundheitlichen Problems quasi Mädchen für Alles. Deshalb hatte er auch Zugriff zur Post.

„Wir haben uns von dem Mitarbeiter getrennt, er hat einen Aufhebungsvertrag unterschrieben“, erklärte SWB-Geschäftsführer Marco Westphal. „Zudem haben wir Strafantrag gestellt.“ Dabei geht es unter anderem um Unterschlagung der Briefe.

Wegen fehlender Haftgründe (wie Fluchtgefahr) kam Roland P. nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß.

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