Bonn - Mehrere Neuheiten im Ringen ums WCCB: Projektleiterin Eva-Maria Zwiebler ist raus. Dafür soll externer Sachverstand rein. Die WCCB-Gesellschaft UNCC wurde abgemahnt, und die Investoren Honua und Arazim verhandeln.
Sie fühlte sich vom CDU-Ratsherren Will Breuers persönlich angegriffen. Der hatte in der Sondersitzung des Rates am Montag gesagt, Mitarbeiter der Stadt hätten sich möglicherweise der Beihilfe zur Untreue schuldig gemacht.
Evi Zwiebler war schon während der Sitzung darüber sichtlich geschockt und den Tränen nahe. Am Mittwoch bat sie die OB, sie von ihrer Aufgabe als Projektleiterin des WCCB zu entbinden. Die OB hat dem Wunsch „schweren Herzens entsprochen“, so Stadtsprecher Friedel Frechen.
Die Verwaltung will die Leitung des Projekts nun neu organisieren. Nach EXPRESS-Informationen soll ein externer Sachverständiger ins Boot geholt werden. Das muss schnell gehen, denn Bonn hat die UNCC, die das WCCB baut und betreiben soll, zum 16. September abgemahnt.
Fließen bis dahin nicht die fehlenden 30 Millionen, könnte der Rat den Heimfall (Stadt übernimmt Projekt selbst) beschließen. Oder versuchen, einen neuen Investor zu finden.
Es gab auf Arbeitsebene erste Kontakte mit zwei Interessenten. Ein Hemmnis könnte der fehlende Rechnungsprüfungsbericht sein, der eigentlich schon vorliegen sollte.
Währenddessen verliefen Verhandlungen der im Rechtsstreit liegenden Investoren Honua und Arazim laut Arazim-Anwalt Zvi Tierosch „überraschend positiv“. Entgegen bisherigen Berichten hätte sein Mandant selbst Interesse am WCCB, aber „erst müssen alle Verträge auf den Tisch“.
Autofahrer prügeln sich auf offener Straße
Raue Sitten in Ippendorf: Zwei Autofahrer (21 und 60) gerieten nicht nur in einen Streit, sondern ließen auch noch die Fäuste fliegen.
1,99 Euro für eine Flirt-SMS
Mit einer neuen fiesen Masche zockte ein Bonner Betrüger mehrere Frauen ab. Zwei Opfer des betrügerischen SMS-Flirtdienstes erstatteten aber Anzeige.
Waffenhändler bezahlte Drogen mit Patronen
Tagsüber verkaufte er Revolver und Gewehre, doch nach Geschäftsschluss versorgte sich der 20-jährige Juniorchef eines Waffengeschäftes mit Drogen. Den Stoff zahlte er dann mit scharfer Munition aus dem Geschäft!