Das Projekt nennt sich „Zukunft heute“, und es könnte dafür sorgen, dass die Jugendakademie Walberberg bald Schnee von gestern ist.
Der Reihe nach: Das Erzbistum Köln muss sparen, auch wenn Joachim Kardinal Meisners Diözese als die reichste der Welt gilt. Deshalb wurde der Plan „Zukunft heute“ auf den Weg gebracht. Es geht um mögliche Kürzungen.
Und siehe da: Der Sparhammer traf die als progressiv geltende Jugendakademie in Bornheim-Walberberg mit voller Wucht. Ab 2008 wurden sämtliche Gelder des Erzbistums gestrichen: 216.000 Euro, ein Viertel des gesamten Haushaltes der Akademie.
Hausleiterin Karin Schöneweiß zum EXPRESS: „Ausgerechnet uns traf es, die wir uns intensiv um Haupt- und Förderschüler kümmern. Ist diese Arbeit so wenig wert, dass man komplett den Geldhahn zudreht?“
Trotz allem nahm die Jugendakademie den Kampf auf. Die Mitarbeiter kürzten sich selbst die Gehälter, Sanierungsmaßnahmen wurden erst einmal zurückgestellt.
Aber nun ist Schicht im Schacht: Die Heizungsanlage, seit über 30 Jahren in Betrieb, muss ausgetauscht werden. Karin Schöneweiß: „Die alte Anlage verbrennt 70.000 Liter Öl pro Jahr, da wäre eine neue Holzpellet-Anlage sehr sinnvoll. Aber es fehlen noch 36.000 Euro.“ Und was, wenn der Winter die jetzige Heizung lahmlegt? „Dann ist Schluss“, sagt Karin Schöneweiß.
Könnte das Erzbistum nicht unbürokratisch einspringen? Sprecher Stephan Schmidt: „Nein, das wäre Verschwendung von Steuergeldern.“
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