Sie lernten sich im Internet beim Chatten kennen. Beim ersten Date soll Metin F. (22, alle Namen geändert) die damals 16-jährige Schülerin Silke in einem Auto vergewaltigt haben.
Vor Gericht bestritt der Niederkasseler beim Prozessauftakt am Dienstag die schweren Vorwürfe.
Alles begann harmlos. Ein Chat im Internet bei einem seriösen Anbieter, Fotos austauschen. Dann die erste Verabredung: Am 23. April 2007 fuhr die Düsseldorferin mit dem Zug bis Deutz. Dort holte sie Metin am Bahnhof ab - mit einem weißen VW, wie die Schülerin später der Polizei berichtete.
Metin lockte Silke in die Wohnung eines Bekannten - schräg gegenüber von seinem Elternhaus in Niederkassel. Schon hier wollte der damals 19-Jährige nur das Eine von Silke: Sex. Er soll sich auf dem Bett auf sie gesetzt und sich ausgezogen haben. Diese Angriffe konnte das Mädchen noch abwehren.
Silke bat Metin, sie zum Bahnhof zurückzubringen. Auf dem Weg dorthin soll F. plötzlich auf einen Feldweg abgebogen sein und sich während der Fahrt ausgezogen haben. Brutal soll er die 16-Jährige im Auto vergewaltigt, sie zum Oralsex gezwungen haben.
Drei Jahre lang suchte die Polizei den Täter. Dann endlich konnte die Handynummer des Vergewaltigers F. zugeordnet werden. Vor Gericht stritt der Gelegenheitsarbeiter alles ab. Metin F.: „Ich fand sie hübsch, sie mich auch süß. In der Wohnung gab es Streit und sie ist einfach gegangen. Ich habe sie nie wiedergesehen.“
Allerdings will Metin auch niemals mit einem weißen VW unterwegs gewesen sein. Richter Theodor Dreser hielt ihm daher ein Dokument unter die Nase, wonach sein Vater ein solches Auto angemeldet hatte. Der Angeklagte behauptete: „Ich wusste nicht, dass mein Vater dieses Auto hat.“ Der Prozess geht weiter.
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