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Intensivstation in Bereitschaft : Keim in Uniklinik: 6 Patienten isoliert

Gut verpackt stehen die Betten auf dem Flur vor der Intensivstation.

Gut verpackt stehen die Betten auf dem Flur vor der Intensivstation.

Foto:

privat

Bonn -

Ein gefährlicher Keim hält das Uniklinikum Bonn derzeit in Dauerbereitschaft. Sechs Patienten der chirurgischen Intensivstation haben sich mit dem Keim infiziert und wurden sofort isoliert. „Zwei der sechs Patienten hatten Infektions-Zeichen, die anderen vier waren ohne Symptome“, erklärte Professor Wolfgang Holzgreve, ärztlicher Direktor des Uniklinikums, dem EXPRESS.

Bei einer der Routinekontrollen war der Keim „Acinetobacter baumanii“ gefunden worden. Die Eliminierung des Keims aus dem Körper gilt als sehr schwierig. Deshalb stehen die Patienten jetzt unter besonderer Beobachtung. Um in der Folgezeit nachzuweisen, ob es genau der Keim ist, den die Patienten noch in sich tragen oder ob er schon eliminiert wurde, müssen beispielsweise komplizierte genetische Untersuchungen gemacht werden.

Im Uniklinikum Bonn gibt es eine „Task Force“, die sich nur mit Fragen nach Keimen beschäftigt. Sie waren es auch, die auf den Keim aufmerksam wurden. Alle nicht infizierten Patienten der Station mussten sofort verlegt werden. Professor Wolfgang Holzgreve sagt:

„Natürlich ist eine solche Situation eine zusätzlich Belastung für das Personal. Aber alle Kontrollmaßnahmen wurden zügig umgesetzt und die Verlegung innerhalb der Stationen ist professionell abgelaufen.“