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Integrationsbeauftragte: Skandal auf „Flüchtlingsparty“ ohne Folgen für Manemann

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Die Integrationsbeauftragte Coletta Manemann.

Bonn -

Jetzt bricht die Stadt ihr Schweigen in Sachen „Flüchtlingsparty“: Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat sich demonstrativ vor seine Integrationsbeauftragte Coletta Manemann gestellt. „Sie macht eine hervorragende Arbeit (...) und hat nachvollziehbar nicht erkennen können, welche Dimension die Vorkommnisse bei der Party angenommen haben“, so der OB.

Am 7. November 2015 war es auf einer Tanzveranstaltung für Flüchtlinge auf dem Party-Schiff „Township“ zu sexuellen Übergriffen an Besucherinnen gekommen. Manemann erfuhr kurz vor Weihnachten von den Vorfällen, alarmierte jedoch nicht die Behörden. Dieses Verhalten brachte ihr eine Dienstaufsichtsbeschwerde eines erzürnten Bonners ein. Die bleibt nun offenbar ohne Konsequenzen.

„Das, was die Studierenden mir am Rande eines Gesprächs über andere Themen berichtet haben, ließ das Ausmaß, das jetzt beschrieben wird, in keiner Weise erkennen“, gab sie gestern zu Protokoll.

Gegenüber EXPRESS sagte sie: „Ich erinnere mich nicht mehr, ob ich damals den Rat gab, zur Polizei zu gehen. Es sind keine roten Warnlampen bei mir angegangen, weil der Abend schon so lange her war und ich gemerkt habe, dass die studentischen Veranstalter aus der Situation gelernt haben.“

Nach Zeugenaussagen sollen an diesem Abend ein großer Teil der damals anwesenden rund 150 männlichen Flüchtlingen übergriffig geworden sein. Die Polizei ermittelt weiter.