Nahm Hure „Tina“ (30) ihren Freier Heinrich (81) aus wie eine Weihnachtsgans? 100.000 Euro fehlen auf seinem Konto. „Tina“ landete jetzt wegen Betruges auf der Anklagebank.
Sie lernten sich am Bonner Straßenstrich kennen. Opa Heinrich gefielen die Künste der Hure „Tina“ (korpulent, pechschwarze Mähne) – besuchte sie immer wieder. Weil der alte Mann nicht immer auf dunklen Parkplätzen im Auto die Dienstleistungen der Liebesdame in Anspruch nehmen wollte, bestellte er die junge Albanerin nach Hause.
Laut Anklageschrift machte sich „Tina“ dann am Vermögen des Seniors zu schaffen. In einem halben Jahr strich sie immer wieder Beträge um 1000 Euro ein - insgesamt fast 20.000 Euro. Und: Mit zwei Überweisungen soll sich die Albanerin gleich 80.000 Euro ergaunert haben.
Verwandte klagten vorm Amtsgericht. „Tina“ macht mit ihrem Verteidiger Thomas Ohm zunächst keine Angaben. Denn das Gericht hatte ein Problem: Opa Heinrich leidet inzwischen an Altersdemenz, liegt in Süddeutschland in einer Klinik. Zur Verhandlung nach Bonn konnte er nicht anreisen.
Das Gericht verzichtete auf eine Reise in den Süden, ersparte Heinrich eine peinliche Zeugenvernehmung im Krankenhaus. Zumal unklar ist, ob der Kranke sich überhaupt noch an die Geldflüsse erinnern kann.
So kam „Tina“ glimpflich aus der Sache heraus. Die kleineren Beträge habe sie als Liebeslohn bekommen, behauptete sie. Richter Volker Huhn verurteilte sie zu einer Geldstrafe auf Bewährung. Sollte sie wieder straffällig werden, muss sie 5400 Euro blechen. 3000 Euro sind aber sofort fällig: Schadenersatz für Opa Heinrich.
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