Am Aschermittwoch ist alles vorbei...
Dann wird es bitter, wird im Rat Tacheles geredet. Die Bonner erfahren pünktlich zur Fastenzeit, wie der Stadtkämmerer, wie die Politiker sparen wollen.
Im Klartext: Nach den rosigen Versprechungen von OB Jürgen Nimptsch fürs Jahr 2010 kommen die Giftlisten auf den Tisch. Satte 50 Millionen Euro fehlen in der Stadtkasse.
Jahr für Jahr! Ein Mann hat sich jetzt schon getraut, Sparpläne offenzulegen: CDU-Fraktionschef Georg Fenninger.
Schwimmbäder: Als EXPRESS ihn fragt, ob ein Schwimmbad dichtgemacht werde, stellt Fenninger klar: Mindestens eins stehe zur Disposition.
Bonn-Ausweis: „Den müssen wir überdenken und verbessern.“ Fenninger hält es für falsch, mit 1,8 Millionen Euro von insgesamt 2,3 Millionen „die Stadtwerke zu unterstützen“. Heißt: Weil Bonn-Ausweis-Besitzer Ermäßigung bei Bus und Bahn bekommen, zahlt die Stadt an die SWB.
Büchereien: Werden welche dichtgemacht? Fenninger: „Wir planen das Haus der Bildung. Da könnte man Dinge hinverlagern.“
WCCB: „Wir hoffen, hier keine Zuschüsse zahlen zu müssen“, so der CDU-Politiker. Private Investoren sollen das ermöglichen.
Städtisches Personal: Hier, an die 5.500 Mitarbeiter, müsse man ran. Geplant: ein „natürlicher Abbau wie bei der Oper“. Dort wurden 144 Stellen in neun Jahren abgebaut, 12 Millionen Euro gespart.
Die SPD will raus aus dem Stadthaus, es verkaufen. Denn in das marode Verwaltungsgebäude müssten in den nächsten 10 Jahren 80 Millionen Euro gepumpt werden.
Die Grünen wollen durch geschicktes Management Millionen im Bereich „Unterbringung von Hartz-IV-Empfängern“ einsparen.
Und setzen drauf, den Haushalt 2011 komplett umzukrempeln. Bevor die Verwaltung ihre „Wünsche“ anmeldet, sollen Eckwerte festgezurrt werden. Fraktionssprecher Peter Finger: „Wir wollen einen Kassensturz. Wie viel Erträge sind realistisch zu erwarten? Und so viel kann auch nur ausgegeben werden.“
Kältefrei für die Schüler
Rhein-Sieg-Gymnasium: Wegen der total maroden Heizungsrohre und nicht vorhandener Wärmeisolierung konnte die Kälte durch Außenwände und alte Fenster in die Säle eindringen.
Erst Freispruch, bald lange Haft?
Die Angeklagte war 447 Tage aus dem Knast raus. Im Februar 2010 war die Multi-Millionärin Esther D. (56) in ihrer Villa mit einer Picasso-Schale erschlagen worden.
„Nils“ will jetzt mit den Ponys schmusen
Jungtier stand plötzlich auf Pferdehof. „Er will zwar offensichtlich nicht weg, und wir haben ihn alle liebgewonnen, trotzdem muss er in eine artgerechte Umgebung zu Artgenossen.“