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Herrchen zahlt nicht: Hündin biss Joggerin blutig - Prozess

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Die Wunde am Bein der Ärztin heilte zwei Wochen.
Die Wunde am Bein der Ärztin heilte zwei Wochen.
Bonn –  

Seine Hündin Dina (2) biss eine Joggerin blutig. Doch von Einsicht beim Besitzer keine Spur. Das Amtsgericht hatte den 71-jährigen Jäger wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 12.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Doch das wollte der Mann nicht auf sich sitzen lassen, ging in Berufung. Und das, obwohl die Weimaranerin noch zweimal zugebissen haben soll.

Ein solcher Weimaraner biss H. dreimal.
Ein solcher Weimaraner biss H. dreimal.
Foto: dpa

Dr. Martina H. (51, Namen geändert) ist wütend: „Ich habe große Angst, dass noch mehr Menschen von dem Hund angegriffen werden. Zwei unserer Postboten wurden schon gebissen.“ Die Staatsanwältin bestätigt im Prozess, dass eine neue Anzeige vorliegt.

Auf ihrer Joggingstrecke im Kottenforst seien auch viele Kinder unterwegs, so die Ärztin zum EXPRESS. Auch ihr Ehemann (54) wurde Dinas Opfer – nur eine Woche vor der Beißattacke auf seine Frau biss ihn Dina in den Hintern.

Die Attacken auf die Ärztin hatte Hundehalter Gustav R. geleugnet: „Der hat Sie nicht gebissen.“ Im ersten Prozess sollte der Joggerin der Schwarze Peter zugeschoben werden. Sie sei so plötzlich aufgetaucht, da habe sich der Hund eben erschreckt und geschnappt.

Zur Berufungsverhandlung hatte Richter Dr. Marc Eumann auch einen Tierarzt der Stadt Bonn geladen. Der hatte Dina begutachtet. Sein Urteil: „Die Hündin ist nicht gefährlich im Sinne des Landeshundegesetzts. Sie ist ein stürmischer, schlecht erzogener Hund.“

Aber: Der Experte hätte es für angebracht gehalten, wenn Dina nach dem Vorfall mit dem Ehemann nur noch an der kurzen Leine spazieren geführt würde. Laut Dr. H. lief die Hündin aber frei, der Angeklagte behauptet, die Weimaranerin an einer Zehn-Meter-Schleppleine geführt zu haben.

Der Berufungsprozess ging am Mittwoch nicht zu Ende: R.s Verteidiger hat noch eine Reihe Beweisanträge angekündigt. Unter anderem will er Dinas Hundetrainer vernehmen lassen.

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