Islamistischer Angriff an Heiligabend? Ein indischer Student wurde am 24. Dezember von zwei Männern attackiert – sie wollten, dass er zum Islam konvertiert.
Als die Polizei gegen 22.10 Uhr in Endenich eintraf, blutete der 24-Jährige am Kopf und aus dem Mund. Er wurde von einem Notarzt versorgt. Der junge Mann gab gegenüber den Polizeibeamten an, dass er sich zu Fuß auf dem Weg zu einem Lokal in Bonn-Poppelsdorf befand, als er auf Höhe der Hausnummer Sebastianstr. 119 von zwei unbekannten Männern angesprochen und aufgefordert wurde, zum Islam zu konvertieren.
Bonner Staatsschutz eingeschaltet
Er habe weitergehen wollen, die beiden Männer hätten ihn jedoch eingeholt und von hinten niedergeschlagen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung gelang es einem der Täter, dem jungen Mann, der durch die Schläge benommen war, einen Schnitt an der Zunge zuzufügen.
Nachdem die beiden Täter sich entfernt hatten, konnte der Student sich bei einer Passantin bemerkbar machen, die ihm half und einen Rettungswagen anforderte. Der 24-Jährige wurde zur stationären Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Die Polizei fahndete sofort nach den Tätern, allerdings ohne Erfolg. Da die Tat auf einen politischen Hintergrund schließen lässt, wurde der Bonner Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet, Zeugen befragt und Spuren am Tatort und der Bekleidung des Opfers gesichert.
Täter aus islamistischem Spektrum?
Der junge Mann gab in seiner Vernehmung dass einer der mutmaßlichen Täter ca. 35 Jahre alt, ca. 180 cm groß und schlank ist. Er hat dunkle, lockige Haare mit grauen Haaransätzen, einen längeren Kinnbart und war dunkel gekleidet. Gemeinsam mit dem anderen mutmaßlichen Tatverdächtigen, der nicht weiter beschrieben werden konnte, stieg er nach der Tat in ein Auto und fuhr in Richtung Poppelsdorf davon.
Aufgrund der Personenbeschreibung der Täter und des Tatablauf kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Täter dem islamistischen Spektrum angehören, so die Polizei. Die Staatsanwaltschaft Bonn wurde in die Ermittlungen eingeschaltet. Eine Ermittlungsgruppe hat die Arbeit aufgenommen und ruft Zeugen auf, sich zu melden. Hinweise an: 0228/15 - 0.
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