Bonn - Es reicht! Sex-Spiele im Auto vorm Wohnzimmerfenster. Leichtbekleidete Huren, die direkt neben dem gepflegten Vorgarten Freiern offen ihre Dienste anbieten.
Die Anwohner am Bonner Straßenstrich wehren sich: mit Taschenlampen, Kameras und Hunden.
Im Internet klagt Straßenstrich-Besucher „Puffveteran“ sein Leid: Es hätte sich in Bonn eine Art „Miliz“ gegründet, die regelrecht Jagd auf Freier und Huren mache.
CDU-Ratsherr Markus Schuck, der sich seit Jahren um die Probleme am Straßenstrich kümmert, bestätigt: „Anwohner haben mir erzählt, dass sie mit Taschenlampen sowohl in die Fahrzeuge leuchten, als auch die Nummernschilder anstrahlen, um sie zu notieren. So wollen sie die Freier vor ihren Wohnhäusern vertreiben.“
Ein Anwohner, der aus Angst nicht genannt werden will, berichtet von einer Nachbarin, die nur noch mit Taschenlampe unterwegs ist: „Wenn sie beim Gassigehen mit ihrem Hund ein einschlägig bekanntes Auto sieht, sagt sie laut: »Da ist ja wieder der Herr aus XY«. Die Freier sollen wissen, dass wir sie kennen.“
Bezahl-Sex im Freien: Sogar auf dem Parkplatz des Kindergartens findet er statt, tagsüber im Auto oder hinterm Kleidercontainer am Max-Planck-Institut.
Besonders schlimm ist der „Verkehr“ im Wohngebiet, seit der große Parkplatz der ehemaligen Biskuithalle gesperrt ist. „Jetzt suchen die sich ihre Lücken“, so ein Anwohner. „Aber wir wollen die nicht hier!“
Der Kampf mit Taschenlampen gegen Prostitution vor der Haustür. „Uns ist bekannt, dass es solche Fälle gegeben hat“, so eine Mitarbeiterin des Presseamtes. Zwar hat das Ordnungsamt die Kontrollen verstärkt. „Aber das reicht den Anwohnern nicht“, weiß Schuck.
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