Bonn - Fassungslosigkeit bei der Bundeswehr. Ein Gefreiter (18) erschoss sich auf der Hardthöhe mit seiner Dienstwaffe. Es war Selbstmord - offenbar aus Liebeskummer.
Es passierte gegen 15 Uhr. Im Hauptsitz des Verteidigungsministeriums war tüchtig was los, für viele ging der Dienst bis 16 Uhr. Plötzlich ein Schuss!
Hassan A. (Name geändert) war tot. Er hatte sich innerhalb des Geländes der Ostwache mit seiner Waffe selbst gerichtet. Gerade mal 18 Jahre alt. Seinen Dienst in Bonn hatte er erst am 1. Juli aufgenommen.
„Am 20. August gegen 15 Uhr wurde ein 18-jähriger Wachsoldat tot aufgefunden“, bestätigte ein Bundeswehrsprecher auf EXPRESS-Anfrage. Die Bonner Mordermittler wurden eingeschaltet. Polizeisprecherin Daniela Lindemann: „Nach derzeitigem Stand ist von einem Suizid auszugehen.“
Der Schock sitzt tief. Viele Soldaten kannten den Toten oder hatten sogar das Auffinden seiner Leiche mitbekommen. Wie sehr Hassan A. Probleme quälten, ahnte niemand…
Nach EXPRESS-Informationen brachte sich der junge Mann aus Liebeskummer um. Seine Freundin wollte ihn offenbar verlassen, weil er bei der Bundeswehr zu wenig Zeit für sie hatte. Möglich, dass das nicht der alleinige Grund war. Dezember 2007 kam es bereits zu einem blutigen Zwischenfall auf der Hardthöhe. Ein Gefreiter (ebenfalls damals 18 und Wachsoldat) musste mit einer Schussverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.
Auf der Südwache hatte sich ein Schuss aus seiner Dienstpistole gelöst. Die Kugel (neun Millimeter) bohrte sich in den Oberschenkel des 18-Jährigen. Er kam mit einer tiefen Fleischwunde davon (EXPRESS berichtete ›).
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