„Oh wei, wie soll ich Angela das nur beibringen?“ Bundesaußenminister Guido Westerwelle steht mit einem breiten Grinsen in der neuen Wagenhalle des Festausschusses in Dransdorf.
Spontan besichtigte der FDP-Politiker „seinen“ Mottowagen. Der trägt den Titel „Spätes Mutterglück“: Bundeskanzlerin Angela Merkel schiebt Klein Guido in einem Kinderwagen spazieren, während der genüsslich an einer blau-gelben Babyflasche nuckelt.
Entworfen wurde das Prachtstück vom Bonner Künstler Carsten Carstens. Und sein Markenzeichen ist eben das Neonrot, das jetzt Angies Haarpracht ziert.
„Das Ding macht richtig Spaß“, so der Außenminister lachend. „Für mich als Rheinländer ist es eine große Ehre, Thema eines karnevalistischen Mottowagens zu sein.“
Eventuell kann Westerwelle sich seinen Wagen sogar „live“ und in Aktion ansehen. „Das wird sich sehr spontan entscheiden, aber eventuell kann ich Rosenmontag in Bonn sein und mir den Zoch mal wieder in der Altstadt ansehen“, so der FDP-Chef.
An Ruhe ist an Rosenmontag eh nicht zu denken, ist sich Westerwelle sicher: „Wenn der Wagen gelaufen ist, bekomme ich sicher von Vater, Mutter, den Brüdern und alten Schulkameraden Anrufe mit unflätigen Bemerkungen. Aber jetzt bin ich wenigstens vorgewarnt.“
Westerwelle selbst findet den Wagen sehr gelungen: „Das ist 'ne ganz tolle Idee. Wenn man im Rheinland groß geworden ist, sind die Karnevalszüge etwas ganz Besonderes, und das Kamellesammeln liegt eh im Blut.“
Die Arbeit der fleißigen Wagenbauer um Peter Braun hat sich also gelohnt. Zochleiter Axel Wolf: „In Stunden ist der Arbeitsaufwand unserer Wagenbauer kaum zu beziffern. Aber an so einem Mottowagen bauen drei Mann rund drei Wochen lang.“
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