Nach einem Grusel-Fund in einer Wochenendsiedlung in Aegidienberg ist sich die Polizei sicher: Der Schädel, den die Arbeiter dort bei den Räumungsarbeiten gefunden haben, stammte aus einem Grab.
Noch einen Tag nach dem grausigen Fund sitzt der Schock bei Markus Weber (36) tief. Zusammen mit seinem Vater Peter hatte er ein leerstehendes, zum Teil ausgebranntes Haus ausgeräumt.
Das Gebäude sollte in den kommenden Tagen abgerissen werden. Die beiden Männer vom Familienbetrieb „Weber Garten und Landschaftsbau“ befanden sich im Innenhof, wo viele Holzbretter lagen.
„Unter den Brettern fand ich eine Plastiktüte“, so Markus Weber. „Als ich sie aufmachte, dachte ich zunächst, dass ich nicht richtig sehe. Drin lag ein Kopf. Man sah deutlich die Haare und die Hautreste“.
Die beiden Männer gingen von einem Gewaltverbrechen aus und riefen sofort die Polizei an. Mit Leichenspürhunden durchsuchten am Freitag Beamte das Gelände um das Haus. „In diesem Haus wohnte bis vor zwei Jahren ein Mann“, sagen die Nachbarn aus der Siedlung.
„Dort hat es dreimal nacheinander gebrannt. Dann wurde der Mann von der Polizei abholt“. Mehr können die Menschen, die in dieser Gegend wohnen, über ihren ehemaligen Nachbar nicht erzählt.
Erst am Nachmittag, nachdem der Grusel-Fund von den Gerichtsmedizinern untersucht wurde, stand Freitag fest: Es handelte sich um ein mehrere Jahrzehnte altes Schädelteil.
Kurze Zeit später konnten die Beamten den ehemaligen Bewohner des Hauses befragen. Und der 47-Jähriger lieferte eine überraschende Erklärung. Er gab an, vor Jahren bei einer Steinmetzfirma gearbeitet zu haben. Bei der Einebnung alter Gräber auf einem Friedhof habe er das besagte Schädelstück gefunden und behalten.
Da seine Aussagen von unabhängigen Zeugen bestätigt wurden und es sich bei seiner Tat um keine Störung der Totenruhe handelte, wird nun gegen ihn nicht strafrechtlich ermittelt.
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