Glas-Terror im beliebten Meßdorfer Feld! Ein Unbekannter legt dort seit Wochen Glasscherben aus – offenbar aus Hass auf Radler und Hunde. Die scharfkantigen Splitter sind fast jeden Morgen quer über den Weg verteilt, in zwei oder drei Reihen. Nicht dreckige, dunkle Bierflaschenscherben, sondern gespültes Weißglas!
Die hellen Scherben sind auf dem betroffenen Weg, der vom Helmholtz-Gymnasium in das Meßdorfer Feld führt, fast unsichtbar. „Ich bin schon reingefahren, hatte einen Platten“, erzählt Daniel S. (25). „Die liegen so, dass man nicht drum herum fahren kann.“ Der Azubi radelte regelmäßig durch das Feld. Inzwischen meidet er es.
Blitzsaubere Einmachgläser sowie Wasserflaschen werden vom Täter bevorzugt zerschlagen. Daniel Siering zeigt zum Wegrand. Dort liegen unzählige weiße Splitter, dazwischen Etiketten von Mineralwasser. Radler, die frühmorgens als Erste die Scherbenfallen entdecken, würden die Gefahr vom Weg fegen, so der Azubi. „Viele haben inzwischen kleine Handfeger dabei“, erklärt er.
Glas-Teufel-Alarm! Seit Ende November 2012 sind bei der Stadt dazu sechs Bürgerhinweise eingegangen. Da ist die Rede von „systematischem Verteilen der Scherben“ und dem Verdacht, dass die Taten zwischen 4.30 und 7 Uhr passieren.
„Erst lagen hier nur ab und zu Scherben, doch seit Herbst letzten Jahres ist das regelmäßig“, bestätigt Matthias R. (18), Schüler am Helmholtz-Gymnasium. „Ich habe mir schon zwei Platten geholt. Dahinter steckt sicher jemand, der sich über die ganzen Radfahrer ärgert.“
Das Meßdorfer Feld ist beliebt bei Radlern, Spaziergängern – und Hundehaltern. Wie Renate (57) und Norbert B. (60), die dort mit ihren zwei Mischlingen Gassi gehen. „Mit den Scherben ist es ganz schlimm“, klagen sie. „Im Dezember waren die Scherben über fünf Meter Länge verstreut.“ Helmholtz-Gymnasiast Lukas L. (19): „Man kommt mit dem Fahrrad nicht an dem Bruchglas vorbei.“
Anzeigen liegen der Polizei bislang nicht vor. „Die Hinweise sind uns aber bekannt, im Zuge der engen Zusammenarbeit mit der Stadt werden die Beamte der Wache Duisdorf verstärkt darauf achten“, so Sprecherin Daniela Lindemann. „Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll sich bei uns melden.“ Hinweise: 0228/1 50.
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