Bonn - Krankhafte Eifersucht führte zu einer extremen Gewaltorgie.
Sukri S. (43) wollte seiner Freundin Melanie (17, Name geändert) das Baby aus dem Bauch schneiden. Das Urteil: sechs Jahre Knast.
Es fing 2007 an. Sukri S. lernte die damals 15-jährige Melanie am Bonner Loch kennen. Er gab ihr Heroin, dafür lebte sie bei ihm. Zuvor hatte sie sich ihre Drogensucht auf dem Straßenstrich finanziert. Beide leiden unter dem Borderline-Syndrom - Melanie ritzt sich.
Anfang 2008 wurde sie von dem 26 Jahre älteren Mann schwanger. Er war enttäuscht, dass es kein Junge wurde. Sukri schlug das Mädchen, drehte am 20. August 2008 völlig durch. Am Telefon drohte er Melanies Mutter: „Ich steche sie ab, schneide deiner Tochter das Kind aus dem Bauch!“ Grund: Eifersucht. S. vermutete seine Freundin wieder auf dem Strich.
Schließlich lockte der aus dem Kosovo stammende Täter Melanie in seine Wohnung in Sankt Augustin, zerschlug ihr mit dem Handy das Trommelfell. Warf Bügelbrett und Lampe auf sie. Tritte und Schläge in den Bauch der Schwangeren folgten. S. in Rage: „Ich bringe dich und den Bas tard um.“ Die damals 16-Jährige konnte ins Treppenhaus flüchten - blutüberströmt. Eine Nachbarin eilte zu Hilfe und rief die Polizei.
Vorsitzender Richter Udo Buhren im Urteil: „Eine Tat mit außerordentlicher Brutalität und Rücksichtslosigkeit. S. wollte das ungeborene Kind töten.“ Urteil: sechs Jahre Knast wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchtem Schwangerschaftsabbruch.Verteidiger Christian Breuer: „Wir werden das Urteil anfechten.“
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