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Geschäftsleute sind sauer: Der Pannen-Start der Fußgängerzone

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Mittwoch, 10.15 Uhr in der Fußgängerzone: Die Remigiusstraße ist  durch festgefahrenen Schnee glatt.
Mittwoch, 10.15 Uhr in der Fußgängerzone: Die Remigiusstraße ist durch festgefahrenen Schnee glatt.
 Foto: Erhard Paul
Bonn –  

Alle Jahre wieder…Es schneit – und in Bonn bricht das Chaos aus. Warum kriegen die Winterdienstler der Stadt, inzwischen „bonnorange“ genannt, das eigentlich nicht in den Griff?

Beispiel Fußgängerzone: Weiße Pracht auf allen Wegen – die dadurch leider zu gefährlichen Schlitterpartien führten. Beispiel Kennedybrücke: Mitten im Berufsverkehr kamen viele Autos die Mini-Steigung nicht hoch, weil sich Eis gebildet hatte. Beispiel ÖPNV-Strecken: Wo es nur ein bisschen hügelig wurde, ging nichts mehr für die Busse.

„Bei der Premiere hatten wir unsere Probleme“, räumt „bonnorange“-Vizechef Richard Münz ein. Statt elf Räumfahrzeugen waren nachts nur acht im Einsatz. Grund: zu wenig Personal.

Donnerstag, 12.45 in der Fußgängerzone:  Glitschige Schneereste auf dem  Marktplatz.
Donnerstag, 12.45 in der Fußgängerzone: Glitschige Schneereste auf dem Marktplatz.
 Foto: Steeger

Doch warum griff man nicht auf Mitarbeiter von Tiefbau- und Katasteramt bzw. vom Servicebetrieb Stadtgrün zurück, wie es extra in einer Dienstanweisung geregelt ist? Überraschende Antwort vom Presseamt: Diese Ämter hätten selbst genug mit Schnee und Co. zu tun, könnten nicht helfen…

Warum der Stadtbummel in der Fußgängerzone am Mittwoch überhaupt kein Vergnügen war, konnte sich Richard Münz auch nicht erklären: „Laut Plänen ist die Innenstadt normal abgefahren worden. Aber es stimmt: Mittags sah es so aus, als wäre nichts passiert.“

Doch schon morgens konnte EXPRESS-Fotograf Erhard Paul festhalten, dass die Hauptstraßen schneebedeckt waren. Viele verärgerte Geschäftsleute (siehe unten) bestätigen das Schneechaos in der Fußgängerzone. Hinter vorgehaltener Hand hagelt es aus dem Stadthaus Kritik für den Winterdienst: „Jedes Jahr gibt es Probleme, jedes Jahr wird Manöverkritik geübt – aber nichts ändert sich.“

Gute Nachrichten zum Schluss: Seit gestern sind drei umgerüstete Kleinlaster im Einsatz, um vor allem die ÖPNV-Strecken freizuhalten. Und bis zum nächsten Winter soll der Fahrzeugpark („ein halbes Museum“, so Münz) modernisiert werden.

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