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Gefährlich für Radfahrer: Die Bonner Nerv-Baustelle, auf der keiner bauen will

Die Bonner Nerv-Baustelle in der Sandkaule. Der Gehweg war abgesackt, doch von Arbeitern keine Spur.

Die Bonner Nerv-Baustelle in der Sandkaule. Der Gehweg war abgesackt, doch von Arbeitern keine Spur.

Foto:

Erhard Paul

Bonn -

Wenn es nicht so ärgerlich wäre, könnte man es auch als Witz erzählen: Im Dezember 2012 stellte die Stadt fest, dass der Gehweg an der Sandkaule abgesackt war. Flugs wurde der Bereich abgesperrt, die Platten über dem Abgrund sind seitdem ordentlich aufeinandergestapelt.

Doch wo sind die Bauarbeiter? Keine Spur von kräftigen Kerlen, die das Loch wieder zuschaufeln! Denn die Stadt zofft sich munter mit dem Eigentümer des Gebäudes, das an die Sandkaule grenzt. Keine der beiden Seiten will für die „Hohlraumbildung im Untergrund“ zuständig sein.

Im Klartext: Seit fast vier Monaten müssen Fußgänger sich durch einen engen Notgehweg schlängeln. Schlimmer noch: Radfahrer müssen an der Stelle auf die stark befahrene Straße ausweichen. Und alles nur wegen eines blöden Kompetenzgerangels…

Inzwischen scheint sich die Stadt wenigstens sicher zu sein, dass der Hauseigentümer das Loch flicken muss. Auf EXPRESS-Anfrage erklärte das Tiefbauamt: „Wir haben dem Eigentümer eine Frist gesetzt, den Schaden des abgesackten Gehweges in der Sandkaule zu beseitigen. Diese Frist läuft zum 6. Mai ab. Wenn der Eigentümer den Schaden bis dahin nicht beseitigen lässt, setzen wir den Gehweg zulasten des Eigentümers instand.“

Man wisse, wie unangenehm die Situation für Radfahrer und Fußgänger sei, aber man könne nicht schneller Abhilfe schaffen. Die Nerv-Baustelle an der Sandkaule: irgendwie typisch Bonn, oder?!