Bonn - Da waren es nur noch zwei… Beim Wettbewerb für Bonns neues Festspielhaus am Rhein sind noch zwei von zehn Architekten im Rennen.
Bonn bekommt also entweder einen „Diamanten“ an der Stelle, an der jetzt noch die Beethovenhalle steht. Oder in Zukunft werden dort die „Wellen“ zu sehen sein.
Keine leichte Entscheidung für die Juroren. Schließlich hatten auch der New Yorker Star-Architekt Richard Meier seinen „Kubus“ und der Japaner Arato Isozaki seine „Rhein-Kristalle“ kräftig überarbeitet.
Der „Diamant“ von Zaha Hadid aus London (übrigens der Favorit von Star-Pianist Lang Lang): Bei Tag strahlt die helle Außenhaut in vielen farblichen Brechungen. Nachts funkelt das Gebäude von innen. Die Fassade besteht aus Naturstein, Beton und Glas.
Wird dieser Entwurf von den drei Dax-Unternehmen Post, Postbank und Telekom gewählt, können die Besucher sowohl von der Stadt- als auch von der Rheinseite das Beethoven-Festspielhaus betreten. Der große Konzertsaal ist rechteckig wie das historische Vorbild des Musikvereins Wien. Der Clou: Stuhlreihen können entfernt werden - und die Bonner können hier auch in Zukunft tolle Bälle feiern.
Das Büro Hermann & Valentiny aus Luxemburg hat die „Wellen“ noch mal überarbeitet - die Silhouette hebt sich jetzt sanfter am Rheinufer ab. Begeistert sind die Juroren vom völlig neu gestalteten Konzertsaal: Der sieht jetzt auf wie ein „verkehrter Fächer“ oder wie ein Weinberg. Ende des Jahres werden „die Daxe“ eine Entscheidung zu den beiden Entwürfen treffen. Anfang 2010 könnte die Entscheidung für den Bau fallen.
Wer sich die vier überarbeiteten Entwürfe noch mal im Modell anschauen möchte: Das ist ab Mittwoch bis zum 28. Juni in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in der Post Tower Lounge möglich. Wer sich alles im Internet anschauen möchte: www.beethoven-festspielhaus.de
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