Bonn - Reinhard Selten: Er hat den Nobelpreis verliehen bekommen.
Er ist ein weltweit hochgeschätzter Wissenschaftler. Und er hat neben seinem Doktor einen Professoren-Titel. Doch der ist auf dem Stimmzettel für die Europa-Wahl nicht zu finden.
Das bringt den Vorsitzenden der Partei „Europa-Demokratie-Esperanto“, für die Selten antritt, auf die Palme: Manuel Cebulla sieht eine „eklatante Ungleichbehandlung und Verletzung des Grundsatzes der Chancengleichheit“. Denn bei anderen Kandidaten auf dem Stimmzettel ist der „Professor“ aufgeführt.
Cebulla habe aber einen Anruf aus dem Büro des Bundeswahlleiters erhalten, dass Professoren-Titel nicht auf dem Stimmzettel stehen dürften. Auf seinen Protest am 13. Mai habe er noch keine Reaktion erhalten. EXPRESS fragte beim Bundeswahlleiter nach. „Dazu geben wir keine Stellungnahme ab“, so die Pressestelle. „Das ist eine bilaterale Sache, wird geprüft. Wir sind da im Schriftwechsel.“ Na, dann…
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