Der schöne Weihnachtsmarkt in Bonn: Er ist ein Magnet für Menschen aus der ganzen Welt. Touristen schätzen die Atmosphäre hier – und sie lassen jedes Jahr zur besinnlichen Zeit Millionenbeträge in der Bundesstadt.
Die Schausteller haben allen Grund zur Freude, die Geschäfte laufen in diesem Jahr sehr gut: Zur Halbzeit waren schon eine Million Besucher da – und im Schnitt lassen sie 50 Euro in unserer Stadt. Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Bonn, Peter Barth geht davon aus, dass die Schausteller „mit einem breiten Lächeln“ am 23. Dezember ihre Stände abbauen werden.
Der EXPRESS sah sich auf dem Weihnachtsmarkt um und fragte Touristen, warum es sie ausgerechnet nach Bonn zieht, was sie hier kaufen möchten und wie viel Geld sie ausgeben werden.
Joy aus London unterwegs mit Freunden
Gelegenheit genutzt: Der Londoner Joy Deb (33, rechts) ist beruflich in der Stadt. Da wollte er auch den Weihnachtsmarkt sehen. Er ist zusammen mit seinen Kollegen Armin Naraghi (28, links) und Jonathan Valentine (40, Mitte) unterwegs. Deb: „Es ist wundervoll hier. Am besten finde ich den Glühwein.“ Er hat 20 Euro ausgegeben, um seine Kumpels auf ein Getränk einzuladen.
Natale und Victor aus Brasilia
Natale Mahins (22) und Victor Porto (22) sind das erste Mal auf dem Bonner Weihnachtsmarkt. Die beiden Studenten leben eigentlich in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia. Zurzeit macht Natale ein Auslandssemester in Gießen, Victor ist zu Besuch da. „Wir sind ganz gespannt, was wir hier noch entdecken werden“, sagen sie. Heute wollen sie 20 Euro für Souvenirs ausgeben.
Astrid und Christian aus Burgbohl
Bonn freut sich auch über viele Gäste aus anderen Bundesländern. So wie Astrid (45) und Christian Gamroth (52) aus Burgbrohl. „Es macht einfach Spaß hier“, sagen sie. Den Kölner Weihnachtsmarkt finden die beiden hingegen zu überlaufen. Heute will das Ehepaar 50 Euro ausgeben, um Geschenke für Freunde zu kaufen.
Anika und Miriam aus „Down Under“
Weiter weg könnte ihre Heimat nicht sein: Anika Lloyd-Smith (28, links) kommt aus Auckland (Neuseeland). Ihre Freundin Miriam Rawson (33) aus Melbourne (Australien). Die beiden Studentinnen haben schon Weihnachtsmärkte in Luxemburg, Straßburg und Trier gesehen. Bonn finden sie klasse. Miriam: „Der Weihnachtsmarkt ist so einladend.“ Einziger Wermutstropfen: Mehr als 15 Euro gibt das Studenten-Budget heute nicht her.
Standbetreiber sehr zufrieden
Für die Standbetreiber sind die vielen internationalen Gäste ein Segen. „Dieses Jahr sind noch mehr Touristen in der Stadt als sonst“, berichtet Marieluise Schmitz (57), die beim Glühweinstand „Feuerzangenbowle“ arbeitet. „Besonders am Wochenende sind viele Gäste aus England, Holland, Belgien und aus asiatischen Ländern auf dem Weihnachtsmarkt.“
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