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Eine Milliarde Schulden: Sonnenkönig: Sein Reich wankt

Das Reich des Sonnenkönigs Frank Asbeck scheint zu wanken: Das Bonner Unternehmen hat langfristige Schulden von über einer Milliarde Euro. Davon müssen 550 Millionen Euro bis 2017 in zwei Tranchen zurückgezahlt werden.

Das Reich des Sonnenkönigs Frank Asbeck scheint zu wanken: Das Bonner Unternehmen hat langfristige Schulden von über einer Milliarde Euro. Davon müssen 550 Millionen Euro bis 2017 in zwei Tranchen zurückgezahlt werden.

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dpa

Bonn -

Schlechte Nachrichten: „Solarworld“ hat über eine Milliarde Euro Schulden! Eine für nächste Woche geplante Bilanz-Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt. Schon seit Wochen hat Frank Asbeck (53) einen Insolvenz-Spezialisten engagiert. Und die Solarworld-Aktie verliert immer mehr an Wert. Das Reich des Sonnenkönigs wankt.

Aber fällt es auch?

Tatsache ist: Schon im Januar hatte Frank Asbeck von den Gläubigern „gravierende Einschnitte“ gefordert, um das Überleben von Solarworld zu sichern. Sprich: Die Anteilseigner sollten auf einen Teil der Forderungen verzichten. Ein betroffener Banker meint dazu: „60 Prozent sind immer noch besser als null.“

Der Mann, den Asbeck sich zur Erstellung eines „Restrukturierungskonzeptes“, wie es es offiziell heißt, geholt hat, ist ein Star der Finanzbranche: der Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch (60). Der erfolgreiche Jurist ist übrigens ein Cousin von Günther Jauch.

Ob er Solarworld noch helfen kann? Die Aktie verlor innerhalb eines Jahres dramatisch an Wert, fiel von drei auf etwas mehr als ein Euro pro Stück! Und die Zeit drängt: Bis 2017 müssen zwei Solarworld-Anleihen im Wert von 550 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Asbeck selbst beziffert aber die Liquidität seiner Firma nur auf 220 bis 230 Millionen Euro.

Die Anteilseigner haben ihrerseits eine erfahrene Insolvenz-Kanzlei engagiert. Die Kleinanleger - häufig Rentner, die auf eine Solarworld-Rendite als Zusatzeinnahme hofften - würde eine Insolvenz am härtesten treffen.

Sie fordern, dass Asbeck sein Privatvermögen zur Rettung der Firma einbringt - was er aber kategorisch ablehnt.

Deshalb stieß er bei den Kleinanlegern auf heftige Kritik, als er Anfang des Jahres Thomas Gottschalks Schloss bei Remagen für fünf Millionen Euro kaufte.