Empfehlen | Drucken | Kontakt09.09.2008 - 00:00 Uhr

Dürig & Nimptsch: OB-Kandidaten stehen fest

Von C. ERNST und J. LÖBKER
CDU-Kandidat: Christian Dürig
CDU-Kandidat: Christian Dürig
Foto: privat

Bonn - Das große Rätselraten um die beiden Oberbürgermeister-Kandidaten von CDU und SPD ist gelöst! Für die CDU geht ihr ehemaliger Bundesgeschäftsführer Christian Dürig (56) ins Rennen.

Bei der SPD hat Jürgen Nimptsch (54), derzeit Leiter der der renommierten Beueler Gesamtschule, das Rennen gemacht. Der zunächst favorisierte Ernesto Harder, von den SPD-Parteispitzen ausgeguckter OB-Kandidat, tritt demnach nicht an.

SPD-Kandidat: Jürgen Nimptsch
SPD-Kandidat: Jürgen Nimptsch
Foto: privat

Paukenschlag eins: Am Dienstagabend fiel der Entschluss für Christian Dürig auf der Sitzung der CDU-Findungskommission unter der Leitung von Helmut Stahl. Im Anschluss daran wurde der Kreisvorstand im Bonner Uni-Club über die „Dürig-Entscheidung“ informiert.

Paukenschlag zwei: Die Bonner SPD entschied sich im Bezirksvorstand für Jürgen Nimptsch. Eigentlich war Ernesto Harder, gerade mal 30 Jahre alt, von OB Bärbel Dieckmann und SPD-MdB Ulrich Kelber zum Kandidaten auserkoren worden, nachdem die OB ihren Verzicht für die nächste Wahl im kommenden Jahr erklärt hatte.

Doch bei den Genossen regte sich Widerstand: Zu jung und zu unerfahren sei Harder, hieß es. Ein Kandidat mit Profil müsse in den Ring steigen. Und schon bald machte ein Name die Runde: Jürgen Nimptsch. Doch viele sagten: Das macht der nie. Denn Nimptsch ist mit Leib und Seele nicht nur Direktor, sondern auch Chef des bekannten Männerchores „Cäcilia Wolkenburg“. Aber als die Zweifel an Harder immer größer wurden, gab er nach. Zu Freunden sagte er: „Ich ändere mein Leben.“

Sein Kontrahent von der Union, Christian Dürig, ist privat, beruflich und politisch eng mit Bonn verbunden. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern wohnt er seit 1987 in Meckenheim. Seit 1999 ist Dürig bei der Deutschen Post AG im Management beschäftigt.

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